Das Schöne

Was habe ich mich schon bemüht, für mich eine Definition für „Das Schöne“ zu finden. Jetzt endlich habe ich sie, allerdings auch nur als Zitat eines Zitates – und das geht so:

„….. Rudolf Steiner „Das Künstlerische in seiner Weltmission“ [1] erschien. Rudolf Steiner schreibt dort: „… das Schöne als Wort ist verwandt mit dem Scheinenden. Dasjenige, was schön ist, scheint, das heißt, trägt sein Inneres an die Oberfläche. Das ist ja das Wesen des Schönen, dass es sich nicht verbirgt, sondern dass es sein Inneres an die Oberfläche, an die äußere Gestaltung trägt. So dass Schön dasjenige ist, was sein Inneres in seiner äußeren Gestaltung zur Offenbarung bringt …“
(Elisabeth Sigmund in: Wala-Nachrichten, Ausgabe 02, Winter 2004)

Wer dieser Rudolf Steiner ist? Veganer kennen ihn: Der teils inbrünstig verehrte Begründer der Antroposophie.

Was mir zur Person Steiners völlig unbekannt war – wieder was dazu gelernt – ist dessen Haltung zu dem von mir bisher sehr geschätzten Friedrich Nietzsche: „…… Auch Nietzsches Antichrist wurde nun als Inbegriff des Satanischen betrachtet. Seine Kapitel hätten einen „oftmals so teuflischen Inhalt“, meinte Steiner und schrieb sie Ahriman zu, dem bösen Gott des Parsismus, der in seiner Interpretation der Menschenseele den Zugang zur seelisch-geistigen Welt versperren möchte, um ihr Bewusstsein mit materialistischen Versuchungen an die physische Leiblichkeit zu ketten……“ (aus Wikipedia)

Fassen wir zusammen: Das Schöne kommt von das Scheinende, d.i., das Innere nach außen = was aber nur funktionieren kann, wenn das Innere „schön“ ist ……. also wieder keine Antwort. Denn: Wenn es „innen“ hässlich (= von Haß getrieben) zugeht, kann kaum „schönes“ nach außen dringen. Also letztlich wieder keine Antwort auf die Frage: „Was ist schön?“ gefunden.

Wie soll das nur weiter gehen? Wir bleiben auf alle Fälle dran am Thema und trösten uns damit, dass jedenfalls David Beckham unwidersprochen als schön angesehen werden kann; besonders interessant ist, dass er offensichtlich auch zu jenen gehört, die wie guter Wein, Cognac oder Rum mit den Jahren immer attraktiver werden. So geht es auch Möbeln oder Bäumen, denken wir an Zedern oder Eichen. (Da kommen wir zum „Erhabenen in der Natur“ nach Kant.) Nur Frauen müssen unbedingt jung sein. Denn jung = fruchtbar = reproduktionsfähig = attraktiv.

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!