Die Beißer sind unter uns

Noch mehr Reiß-, Beiß- sowie sonstige Zwackzähne

Nachdem ich zugesehen hatte, wie „ein Mädchen nachts allein nach Hause ging“, kam mir noch ein anderer – wesentlich unterhaltsamerer – Vampirfilm in den Sinn: „5 Zimmer, Küche, Sarg“ (http://dieacademy.de/2014/11/05/5-zimmer-kueche-sarg-ot-what-we-do-in-the-shadows/).

Sollten Sie gesehen haben.

Und wie Sie dem Beitragsbild unschwer entnehmen können, hat die cleaning woman der Vampir-WG reichlich zu tun. Wie praktisch, dass sie so scharf auf eine Vampir-Karriere ist, dass sie devot, devoter, am devotesten ihren Job macht.

Man stellt sich ja das ewige Leben immer so nett vor … Aber ein wenig lang ist das schon, oder?

Wir sehn uns im Kino!

Glück Auf!

 

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von sspicy5 Veröffentlicht in Filme Verschlagwortet mit

Lektion 2

Ich war im Kino, ich kenne das Leben

Der Mensch ist, was er isst. Wer sich von schlappen Gemüse ernährt, wird – na, was wohl? Wer dagegen auf etwas von dem Fleisch setzt, das wir im Beitragsbild in Aktion sehen, wird – wie wohl? Voll mit Kraft und Lebenssaft usw.

Wie schön, dass ich den Film „Kein Ort ohne Dich“ gesehen habe. Da konnte ich gleich wieder mal dazu lernen. Dieses Mal den – nennen wir es – Sport Bullen reiten (http://de.wikipedia.org/wiki/Bullenreiten).  WOW! 8 Sekunden auf einem solchen Muskel-Klops in voller Aktion ausharren …. Respekt, Respekt, Respekt.

Wir sehn uns im Kino!

Glück Auf!

Alle irre? (1)

Männer, wie wir sie lieben.

Das titelt die Welt.de „Weiß Elyas M’Barek, was er für ein Geschenk ist?“ und ich frage mich:

HÄH? Das ist nun wenig schön, aber „Geschenk“? So mit rosa Schleifchen?

Da heißt es u.a. „Ein Herz aus Gold und ein Sixpack aus Stahl. Bämm.“

Oh Mann! Wirklich: Oh Mann!

Da haben die Genderfreaks gerade zum „alle sind gleich“ geblasen, da kommt auf einmal der Typ „Mann“ ganz groß raus? Statt veganen Sparelbeinen „Sixpacks“? „Aus Stahl“? Auf so was stehen Frauen? Kann unmöglich sein. Frauen wollen doch so was knuffiges, so eine Art Freundin mit Ständer oder so – oder wie?

Ein „Mann“ sieht anscheinend doch besser aus als ein Vertreter der „ich lutsche schon ganz lange an der Plastikflasche und liebe Weichmacher (nomen est omen!) über alles“-Fraktion.

Kurz danach gibt es dann auf Welt.de noch so eine wundersame Geschichte zu „Traumfrauen“ (soll eine Filmkritik sein). Darin wird beklagt, dass in der Komödie keine „normalen Menschen“ auftreten.

Jetzt frage ich Sie: Gehen Sie ins Kino, um „normale Menschen“ zu sehen? Die gibt es doch für völlig umsonst direkt vor Ihrer Haustür zu sehen. Wirklich: Völlig umsonst.

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

 

 

„Johnny, wenn Du …

…. Geburtstag hast“, tja …

Heute geht es aber um den anderen John, genauer: den schwarzen Witwer „John Wick“. Selten hat mich ein Film so aus dem Kinosessel katapultiert, wie dieser. Der letzte war – glaube ich – „La Grande Bellezza“. Und während jener die unendliche Schönheit und Grausamkeit des Lebens feiert, geht in diesem der dustere John Wick (Keanu Reeves) seinem furiosen Vergeltungsfeldzug nach.

An sich hätte das ja nur einer von vielen Action-Thrillern sein können, wie wir sie schon gesehen haben. Doch hier geht es ab. Ein so unglaublich cool gefilmtes und geschnittenes Werk hat mein Auge schon lange nicht mehr betört. Jede Sekunde ist voller Informationen – perfekt.

Das Tüpfelchen auf dem i ist dann der Soundtrack von Tyler Bates (das englische Wikipedia ist einfach besser informiert). Dieser Mann weiß, wie Filme klingen müssen. So bietet seine Intro-Kompostion des seinerzeit total verrissenen Remakes des 70er Jahre-Klassikers „Get Carter“ einen hinreißenden Höhrgenuss. Den habe ich mir gestern noch mal angesehen („John Wick“ 2mal seit Donnerstag) und stelle fest, dass dieser Look (im Pretitle) war seiner Zeit weit voraus. So werden Filme gemacht!

(Zu „John Wick“ wird es hier immer mal wieder etwas geben, z.B. die Relation der Drinks – im Titel sehen wir Ms. Perkins, die einen Vesper Martini verkostet und wir wissen, das ist eine „böse“ Frau. Warum wir das wissen? Weil wir den ersten Bond kennen, in dem der sich in ein Mädel namens Vesper verliebt, die doppeltes Spiel liebt und der zu Ehren Bond den „Vesper Martini“ kreiert – zu den Toten und vieles andere mehr.)

Und daher schließen wir von Tyler Bates inspiriert heute mit den klugen Worten von Jack Carter  zu seiner Nichte: „Wir sind doch alle etwas freaky. Es sind die Normalen, um die wir uns Sorgen machen müssen.“

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

Spiel seines Lebens

Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis.

Diese Volksweisheit lässt sich fürwahr problemlos auf den von Mark Wahlberg verkörperten Charakter eines zerrütteten Literatur-Dozenten in dem Zocker-Drama „The Gambler“ anwenden. Nun sind Vertreter dieser Berufsgattung per se eine gefährdete Spezies – erinnern wir uns nur an Hugh Grant in „Wie schreibt man Liebe“. Besonders auffällig: Die Lit-Doz haben scheinbar (niemals in echt, isch schwör!) eine Schwäche für blutjunge Studentinnen.

Das ist jetzt aber ein Nebenkriegsschauplatz.

Worum es geht? Reicher alter Junge mit absolut gesichertem sozialem Status fällt es schwer, sein Wohlergehen zu akzeptieren. Prompt kultiviert er einen geradezu generösen Lebensüberdruss. Der es in sich hat – und den Filmzuschauer knapp 2 Stunden aufs feinste fesselt.

Wir kennen und schätzen und lieben Mark Wahlberg ja schon so viele Jahre. Ob als Pornostar Dirk Diggler in „Boogie Nights“ (unbedingt nachholen, wer ihn verpasst hat!). „Shooter“, „Ted“ oder jetzt eben „The Gambler“ – Wahlberg bietet seit Jahr und Tag überdurchschnittliche Leistungen.

Wer das in der aktuellen Produktion toppt?

John Goodman

Seine „Fuck you“-Rede schreibt Filmgeschichte. Wie der Money Chant von Matthew McConaughey.

Und – was haben wir gelernt, wenn es was zu lernen gibt? Letztlich scheint sich doch alles um das Goldene Kalb zu drehen.

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

Liebe ist die Antwort

Alles klar. Hier ganz schnell, quick, quick: Wenn jemand wirklich in den deutschen Weihnachts-Beziehungsfilm „Alles ist Liebe“ gehen sollt, könnte er eine Überraschung erleben.

Mit dabei ist Christian Ulmen, der schon manches Filmwerk verschönte. Hier gibt er einen einfühlsamen Schwulen. So weit so gut. Was aber ein wirklich netter (Regie-?)Einfall ist: Ulmen spricht wie Heinz Erhardt, eine Ikone der deutschen Unterhaltungsindustrie aus Vor-Internet-Zeiten.

Da Ulmen auch als Satiriker arbeitet, dieses Tun also kaum zufällig ist (was in einer Film-Produktion ist schon zufällig?), fragt sich, was er sich dabei gedacht haben mag (ich unterstelle, es war sein Beitrag).

Nun, irgendwann kommt die Erleuchtung.

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

von sspicy5 Veröffentlicht in Filme

Fast gekotzt

Bedeutungsschwangerer Schmonzes in Reinform und das knapp 100 Minuten – „Maleficent – Die dunkle Fee“  hat mich wirklich würgen lassen.

Leider kann ich an dieser Stelle nur absoulut negatives schreiben, ist doch dieser „Frauenfilm“ zum Kotzen.

Alle weißen Männer sind ultraböse. Frauen können wehrhaft trotzen, obwohl von elfenhafter Zartheit.

Die Welt der Menschen/ Männer zeichnet sich durch Gier und Niedertracht aus. Bei den Bunten herrscht Harmonie. Gelegentlich bewirft man sich mit Schlamm, ansonsten erfreuen sich die famosen Freaks ihres Daseins.

Bei den Menschen gibt es einen König. Bei den Bunten vertraut man sich und braucht so eine Institution nicht. Doch, halt: Natürlich wird dann eine Führerin gewählt. Weil sie die stärkste und klügste ist, wird es natürlich die nette Maleficent.

Wir merken: König ist Autobahn, Führerin voll pc.

Was wirklich nervt: Knapp 80 Filmminuten von 97 passiert außer Gerede kaum etwas. Nur Angelina Jolie gefällt sich in ihrem magersüchtige-fleischfressende-Pflanzen-Look – schön geht anders. Andererseits waren die Transen früher auch schöner – ich sage nur: Wurst.

Was allerdings gut ist an diesem Film-Werk: Man könnte Fragen fragen. Wirklich. So z.B. die, ob es möglich ist, dass ein herzensguter Mensch wirklich zum abgrundtief Bösen werden kann. Oder die: Kann jemand, der in jungen Jahren zu einer fürwahr noblen Tat befähigt ist, in späteren Jahren das Schlechte in Person sein?

Wie auch immer: Wenn es Sie nach klischeebelastetem Leinwandgeschehen im Sinne von Gender gelüsten sollte, sind Sie in dieser US-Produktion immerhin genau richtig. Hat ja auch was.

Wir sehn uns im Kino!

Glück Auf!

von sspicy5 Veröffentlicht in Filme

Darf ich Deine Göttin sein?

Das ist die Frage aller Fragen.

Gestellt wird sie gerne von einem dieser felinen Wesen, die uns so ins Herz schnurren.

Soll man widerstehen? Diesen ruhigen, rabiaten, sanften, wilden, klugen, verspielten, Lärm hassenden, immer zu philosophischen Erörterungen bereiten Seidenpfoten?

Seien es Malteser, seien es Katzen aus der virtuellen Welt wie in „Das magische Haus“ – im Grunde hat jeder seine ganz für ihn gemachte, eigene Katze. Sollte sie einen gefunden haben, steht dem Himmel auf Erden nur noch wenig im Wege. Um so größer der Schmerz, wenn die Vertreibung aus dem Paradies – zwangsläufig – erfolgt.

Doch zurück zum „magischen Haus: Hier steht ein kleiner rotgestromter Kater im Mittelpunkt der Handlung. Verstoßen von seiner Familie findet er nach gefahrvollen Erlebnissen in der realen Welt ein Zuhause in ebenjenem Haus. Doch bis dahin sind noch einige Abenteuer zu überstehen. Bis auf die grauenvolle „ich bin Vegetarier“-Aussage (Katzen fleischlos/ vegan ernähren = VERBRECHEN!, da Fleischfresser = Carnivoren) ist dieser Film phantastisch. Vor allem die den Katzen eigene vielfältige Mimik und Gestik sowie ihre Stimmenvariationen ist hervorragend heraus gearbeitet. Ein echter Katzen-Versteher-Film.

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

von sspicy5 Veröffentlicht in Filme Verschlagwortet mit

Blut, Schuld, Sühne

Da hat mein Arnold aber mal wieder voll ins Schwarze getroffen. Das Schuld- und Sühne-Drama „Sabotage“, nicht zu verwechseln mit Alfred Hitchcocks gleichnamigem Film, hat völlig zu Recht die FSK 18 Jahre bekommen.

Um den Spaß an der Spannung aber aufrecht zu halten, hier nur wenige Worte zum Geschehen: Eine Undercover ermittelnde Elite-Einheit gerät unwiderruflich und unaufhaltsam in einen Gewaltsog, der eine Xtra-Klasse im Kinogeschehen darstellt. So dürfen wir gebannt dem vermutlich vom krassen Realismus asiatischer, insbesondere koreanischer Werke inspirierten, leidvollen Leinwandgeschehen folgen.

Mit anderen Worten: Happy End war gestern!

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

Seid umschlungen, Millionen!

Man sitzt im Dunklen, Lichtspiel-Technologie zaubert riesige Bilder auf eine Leinwand, satte Bässe wummern – atemberaubend. Das Adrenalin schnellt in ungeahnte Höhen. Die Sinnesreize führen zu körperlichen Reaktionen …. Diese einfachen biologischen Reaktionen hat sich natürlich auch die Pornofilm-Industrie zu nutze gemacht.

Wir reden hier aber über ganz normales Kino: Filme aller Genres – Action, Komödie, was auch immer – vermögen diese Ausschüttungen von Endorphinen etc. zu erzeugen. Es kommt halt auf die Bilder an und auf das, was in dem Kopf ist, der sie sieht.

Nun stelle ich mir die Frage, wie es einem schwulen Mann geht, der einen Film sieht, in dem überwiegend teilentblößte, muskulöse, eingeölte Männerkörper ihrem durch das Drehbuch vorgeschriebenen Job nachgehen. Was passiert in diesem Mann im Publikum? Findet er gut, was er da sieht? Was denken Sie?

Und wenn dann dieser Mann zufällig Filmkritiker ist und dann das Phantasy-Werk „300 – Rise of an Empire“ verreißt mit Worten wie „feuchter Traum“ von XY-Politikern – was denken Sie dann? Hasst er den Film, weil er ihm seine körperlichen Reaktionen peinlich sind? Kann er sich das verzeihen? Wohl kaum. Also muß der Film dran glauben. Meine Meinung: Soviel Hass kann nur durch etwas sehr Intimes und Persönliches ausgelöst worden sein.

Ich wollte mir diesen „300“ auch nicht ansehen, weil: Vorbei ist nun mal vorbei. Die Schlachten der alten Griechen habe ich zur genüge in den „Sagen des klassischen Altertums“  rauf und runter gelesen. Das reicht fürs Leben.

Aber: Jetzt habe ich die Kritik von Thomas Groh auf Perlentaucher gelesen, die da mündet in die Worte „… Politisch ist dieser Film rundheraus abzulehnen. Aber als überwältigender Fetischfilm macht er verdammt viel Spaß….“ (Womit meine obige These quasi bestätigt wäre.) Und vorher: „…. Seiner ästhetischen Programmatik ordnet er alles unter: Alles ist Exzess, alles Spielmaterial – Raum, Zeit, Körper, Ding und Wucht, Bewegung. Was in „300“ an erotischem Begehren noch albern übergepfropft wirkte, erfährt Konkretion: In jedes Bild schießt ein ekstatischer Überschuss, geradezu gefräßig ist dieser Film, wie er alles einer sehr dunklen Form des Begehrens unterordnet….“ . Mein lieber Scholli!

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!