Darf ich Deine Göttin sein?

Das ist die Frage aller Fragen.

Gestellt wird sie gerne von einem dieser felinen Wesen, die uns so ins Herz schnurren.

Soll man widerstehen? Diesen ruhigen, rabiaten, sanften, wilden, klugen, verspielten, Lärm hassenden, immer zu philosophischen Erörterungen bereiten Seidenpfoten?

Seien es Malteser, seien es Katzen aus der virtuellen Welt wie in „Das magische Haus“ – im Grunde hat jeder seine ganz für ihn gemachte, eigene Katze. Sollte sie einen gefunden haben, steht dem Himmel auf Erden nur noch wenig im Wege. Um so größer der Schmerz, wenn die Vertreibung aus dem Paradies – zwangsläufig – erfolgt.

Doch zurück zum „magischen Haus: Hier steht ein kleiner rotgestromter Kater im Mittelpunkt der Handlung. Verstoßen von seiner Familie findet er nach gefahrvollen Erlebnissen in der realen Welt ein Zuhause in ebenjenem Haus. Doch bis dahin sind noch einige Abenteuer zu überstehen. Bis auf die grauenvolle „ich bin Vegetarier“-Aussage (Katzen fleischlos/ vegan ernähren = VERBRECHEN!, da Fleischfresser = Carnivoren) ist dieser Film phantastisch. Vor allem die den Katzen eigene vielfältige Mimik und Gestik sowie ihre Stimmenvariationen ist hervorragend heraus gearbeitet. Ein echter Katzen-Versteher-Film.

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

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von sspicy5 Veröffentlicht in Filme Verschlagwortet mit

Liebe hoch 10

Eckart von Hirschhausen (Dr.) tanzt auf vielen Hochzeiten: Als Kabarettist, Mediziner, Moderator und – darum geht es heute: Buchautor, erfolgreicher Buchautor. Konkret: Es geht um sein letztes Werk „Wohin geht die Liebe, wenn sie durch den Magen durch ist?“

Der Vollständigkeit weise ich darauf hin, dass es schon vom letztem Jahr ist. Wie konnte es nur an mir vorübergehen? Heiter ist dieses Buch auf alle Fälle. Kleine eingestreute Witze sorgen für Lacher. (So z.B. die Diskussion über den Beginn des Lebens, die der Rabbi mit den Worten: „Dann, wenn die Kinder aus dem Haus sind und der Hund tot ist.“ von jeglichen esoterischen Überlegungen befreit.)

Und doch hat Hirschhausens humorvolle Lektion in Sachen Liebesleben bei mir für kleine Wolken am Horizont gesorgt. Denn: Es hat mich zum Nachdenken gebracht. Ungeheuerlich. Wie konnte das nur passieren?

Ganz einfach.

Der verschmitzte Autor baut alle paar Seiten Erfahrungen aus seinen Shows ein, in denen er vom Publikum Liebesbeweis- und Streit-Karten ausfüllen läßt. Da gibt es wirklich nette Sachen in beiden Kategorien nachzulesen. Und natürlich habe ich überlegt, was mich am meisten gerührt hat (Zärtlichkeit und Liebesbeweise meiner todkranken Katze) bzw. verletzt hat: Das kann eigentlich alles unter dem Begriff „gekränkte Eitelkeit“ abgehakt werden.

Bis jetzt.

Doch, wie gesagt, Hirschhausen hat mich zum Nachdenken gebracht. Was wirklich verletzend wäre: Psychospielchen. Denen ist frau/ man hilflos ausgeliefert. Feststellen zu müssen, als Experiment benutzt zu werden. Nach dem Motto: Mal gucken, ob sie auf mich reagiert und wenn ja wie. Und wenn es dann nach diversen Bemühungen eine positive Reaktion gäbe, wäre der immer vorhandene Ausweg: Sorry, Baby, aber Du weißt doch: Du bist mir zu …. (nach Bedarf und Laune hier einzusetzen: groß, klein, dick, dünn, alt, jung, klug, intellektuell, dumm etc.)

Dagegen wäre eine Aussage wie: „Dein neuer Bikini macht Dich dick“ doch wirklich harmlos, was meinen Sie?

Nehmen wir noch mal Eckard von Hirschhausen zur Frage: Sind meine Beine zu kurz? Antwort des Meisters aller Lachfalten an die Mädel: „Sie haben die richtige Länge, wenn sie beide bis auf die Erde gehen. Und Männer, der Penis hat die richtige Länge – wenn er nicht bis auf die Erde geht.“ (S. 172)

In diesem Sinne: Wir sehn uns im Kino.

Glück Auf!

von sspicy5 Veröffentlicht in Bücher Verschlagwortet mit