Gestern ist vorbei

Da guckt mich kürzlich so ein Plakat an: „Othello“ wirbt für Zuschauer. Das ist ja mal was gaaaaanz anderes. „Othello“, oh Mann.

Da komme ich ins Grübeln. Hmhmhm – das Shakespeare-Stück um den Mann der erst das Vertrauen, dann den Verstand und dann die Gattin – naja – verlor, nennen wir es so.

Im Grunde doch eine einfache Geschichte. Mann ist dauernd in der großen weiten Welt unterwegs. Sein edelstes Teil steckt er mal hier, mal da rein. Männlein, Weiblein – wen stört es. Und auf See sind sowieso alle Matrosen – Leichtmatrosen?

Zu Hause wiederum hat er dies treue Weib, das sich sogar mit Papa – und damit allen gesellschaftlich üblichen Normen und Werten – überworfen hat. Der nach solchen Fahrten immer entspannt ins Gesicht zu lächeln wird dem guten O manchmal schwer gefallen sein. Vielleicht hat er sich sogar gewünscht, dass die reine Desdemona doch etwas weniger rein wäre.

Wie auch immer. Von den – wahrscheinlich eher latenten – Selbstvorwürfen hin zu einem eilig aufgegriffenen, an den Haaren herbeigezogenen Vorwurf war es dann nur noch ein winziger Schritt. Endlich, endlich hatte er etwas in der Hand, was er mal ihr vorwerfen konnte. Was ihn dann aber unvorbereitet traf: Die rasende Eifersucht. Nun denn, der Rest ist Geschichte.

Oder: Man schließt eben immer von sich auf andere.

Aber: Warum dieser Ausflug? Weil mir beim Anblick des Plakates einfiel, dass es mal einen recht guten Film gab, der diese Geschichte in die Jetzt-Zeit transportierte: „O – Vertrauen, Verführung, Verrat“ mit Josh Hartnett als intrigantem Jago (hier Hugo genannt) und Julia Stiles als Desdemona.

Nun haben wir letztgenannte ja in der TV-Serie „Dexter“ erleben dürfen. Aber wo um alles in der Welt ist Josh Hartnett abgeblieben? Und genau das ist der Grund für diese Exkursion: Wo ist Josh Hartnett abgeblieben? Der mit 1,91 m Körpergröße übrigens gut als Jack Reacher (1,95 m– in „61 Stunden“: 1,98 m) passen würde. Sehr viel besser jedenfalls als dieser Scientologe, der ihn dann im Film verkörperte.

Aber das ist alles Schnee von gestern. Doch auch der muß geräumt werden.

In diesem Sinne:
Wir sehn uns im Kio!
Glück Auf!

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