Verstörend: „Looper“

"Looper"Da hat mal jemand ganz tief in die Trickkiste raffinierten Filmemachens gegriffen: „Looper“ ist eine der großen Überraschungen des Kino-Jahrs. Wer schon lange was neues von der Leinwand erleben wollte, ist hier genau richtig. Was wie ein ultra-cooler, stylisher Sci-Fi-Thriller beginnt, wird unversehens zu einem tragisches Drama mit Mystery-Element und bösem Ende – und eine fürwahr perfide, Respekt fordernde Folter-Sequenz (und dabei hasse ich Folter-Szenen).

Was vor allem überzeugt: All die geschickt ins finstere Spiel gebrachten losen Enden verbleiben im Unerklärten Der Bösewicht? Wen interessiert den. Der bleibt, wo er ist. In „Looper“ geht es um die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind – da bleiben alle anderen Erwägungen im Hintergrund.

Und nach Film-Schluß sitzt dann das Publikum da und rätselt wie denn nun all die „Looper“ und die Handlung sowie die Handelnden logisch erklärbar zusammen passen könnten.

Ich gestehe: Nach zwei Tagen nachdenken bin ich ungefähr noch genau so schlau wie nach dem Abspann. Und das will was heißen. Denn normaler weise haben diese Zeitsprung-Filme immer einen „Fehler“, wo alles auseinander bricht und der relativ schnell gefunden ist. Dieser jedoch hat so viele „Fehler“, dass sie quasi Absicht sein könnten. Denn wo „Fehler“ unvermeidbar sind, macht man halt – das unterstelle ich jetzt einfach den Filmemachern – aus der Not eine Tugend. Und voila: Heraus kommt ein Film-Höhepunkt. Wer hätte das erwarten können.

Wir sehn uns im Kino.

Glück Auf!

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von sspicy5 Veröffentlicht in Filme

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