Blutig: Rachel Morgan-Serie

Verbrennt die Hexe – das war gestern. Seit einiger Zeit hat die Spezies mit den besonderen Fähigkeiten einen anderen Auftrag. Ihre literarische Vertreterin Rachel Morgan jedenfalls hat in der gleichnamigen Erfolgs-Serie der Autorin Kim Harrison einen Auftrag, dem sie unmöglich entkommen kann.

Es geht blutig los und bleibt auch so. Die im deutschen dem „Blut“ gewidmeten Titel hat Harrison im Original thematisch gänzlich anders ausgerichtet. Sie hat die opulente Serie (jeder Band knapp 600 Seiten!) um die unerschrockene Rothaarige in Anlehnung an Filme von Clint Eastwood getitelt. Im Detail läßt sich das im Wikipedia-Eintrag (.s.o.) zu Kim Harrison nachlesen.

Was mich fasziniert, wirklich fasziniert, ist die mäandernde Reise, auf die Rachel Morgan geschickt wird und wie sich dieser zunehmend verwegenere Prozess gestaltet. Man muß vorne, d.h. mit dem ersten Band anfangen. Ansonsten ist das Lesevergnügen ein klein wenig getrübt. Denn Harrison verzichtet dankenswerter weise auf langatmige Wiederholungen der in den vorigen Bänden aufgeführten Ereignisse. Was für Fans egal welcher Serien immer öde und quälend ist.

Wer also mal länger beschäftigt werden will, geht in die Bücherei seines Vertrauens und besorgt sich genau diese Bände in genau dieser Reihenfolge:
Blutspur (2006) | Blutspiel (2007) | Blutjagd (2008) | Blutpakt (2008) | Blutlied (2009) | Blutnacht (2009) | Blutkind (2010) | Bluteid  (2010) | Blutdämon (2011) | Blutsbande (2012) | Blutschwur  (2013)

Fürwahr – warum ich überhaupt in diesem Moment meines Lebens auf die Odyssee einer Hexe und ihrer Gefährten eingehe, liegt am aktuellen Kinogeschehen. In Kürze wird uns mit „Hänsel & Gretel – Hexenjäger“ die splatterreiche Fortsetzung der märchenhaften Geschichte  um die magische Figur der Hexe aus der umgekehrten klassischen Perspektive erzählt. Denn 15 Jahre „danach“ haben sich die einstmaligen Opfer, also Hänsel & Gretel, zu gnadenlosen und – man muß es sagen – rachsüchtigen Jägern gemausert haben. Doch dann werden sie, Hexe sei Dank, erneut zum filmreifen Opfer gewendet.

Wie gesagt: Verbrennt die Hexe  (darf so was pc-freies wirklich in deutschen Kinos vorgeführt werden? Rätselhaft.)

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

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