Everybody’s Darling Goes „Deep Throat“

Ein Kinobesuch kann so erhellend sein. Es fängt gleich mit dem Werbeprogramm an. Da gibt es aktuell einen Clip „Einfach sehen, wo man sparen kann“ der Sparkassen für ihr Girokonto-Angebot. Der Clip zeigt ein offensichtlich gut situiertes Paar bei Tisch. Die weibliche Hälfte listet diverse Ausgaben auf, alle im gehobenen Bereich. Und dann die für Strom: 70 Euro. Da muß sofort gespart werden, sofort. Und prompt dient der heiße Hintern des Mädels als Toaster-Ersatz.

Bravo!

Das nenn ich mal einen gut gemachten Werbe-Clip: Super Idee, klasse Umsetzung. Kurz, knackig und dann noch die doppelt Botschaft. Da muß man erst mal drauf kommen.

70 Euro Stromkosten habe ich schon beinahe. Und bei mir brennt Licht nur in den Räumen, in denen ich mich aufhalte. Ohne Kühltruhe, Mikrowelle, Fernsehen, Radio etc. Und die beiden sollen zu zweit !!!!! auf 70 Euro Stromkosten kommen? Oh Baby, selten so gelacht.

Aber eigentlich war ich im Kino um „Big Wedding“ zu sehen. Ok, der Film ist tatsächlich derartig uninspiriert inszeniert, dass er schon Übelkeit erregend wirkt. Es war zu erwarten. Doch ich wollte Amanda Seyfried sehen. Die hat in diesem Produkt allerdings  eher eine Statisten-Rolle. Sehr schade eigentlich. Aber so ergeht es hier auch anderen Hoffnungsträgern des Filmgeschäfts wie Topher Grace und Ben Barnes. Wirklich wirklich schade.

Aber zurück zu Amanda Seyfried, der Frau mit den Bette Davis-Augen. Seyfried hatte in grauer Vorzeit, d.h. 2008,  in dem Musical „Mamma Mia!“ sogar die omnipräsente Meryl Streep ausgestochen und sich elegant in die A-Liga gespielt. Danach gab es für die talentierte Seyfried jede Menge Rollen in Romanzen. Und jetzt das: Sie spielt die Linda Lovelace in dem Film „Lovelace“, in dem es ein Wiedersehen mit dem wirklich wunderbaren Wes Bentley gibt. (Für alle, die es vielleicht nicht wissen sollten: Die aus „Deep Throat“ bekannte Lovelace ist die berühmteste Porno-Darstellerin der 1970er Jahre.)

Mit anderen Worten: Amanda Seyfried  entdeckt die dunkle Seite der Macht. Das nenn‘ ich Mut, Cojones, Chuzpe – oder schlicht eine Verzweiflungstat, um sich endlich, endlich Respekt als Schauspielerin zu verschaffen.

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

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