„La Grande Bellezza“

Dieser Titel ist Musik, ist Tanz, Leichtigkeit, Schweben – einfach alles. So ist es denn auch nur verständlich, dass dieser italienische Film, eine cineastische Perle, ein Solitär vom Feinsten, nacheinander alle für die Kinobranche wichtigen Preise gewonnen hat.

Von hier aus Gratulation dem Film aller Filme und seinen Machern zum Europäischen Filmpreis 2013, dem Golden Globe 2014 und dem OSCAR 2014 für den besten fremdsprachigen Film.

Wir sehn uns im Kino! (Vorher besorgen wir uns aber noch die DVD von „La Grande Bellezza“! Und gucken! Und glücklich sein! Und Tränchen vergießen!)

Glück Auf!

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Spur der Verwüstung

Machen wir es kurz: „Monuments Men – Ungewöhnliche Helden“ ist ein Film, der die Gemüter spaltet. Das Publikum ist schwer davon angetan, die Kritik bemängelt die Darstellung von Krieg.

Hallllllloooooo!!!!!! Bitte werden Sie wach, liebe Filmkritiker!!!!!!

„Monuments Men“ ist KEIN – ich wiederhole: KEIN!!!! – Kriegsfilm!

Es geht um eine Mission, die eine Gruppe eigentlich überforderter Männer kurz vor dem Ende des II. Weltkriegs HINTER die Front führte. Sie sollten Kunst retten.

Soweit die Gemeinsamkeit von Fakten und Fiktion. George Clooney hat daraus einen Film gemacht, der
a) unterhält (dafür werden Filme gemacht)
b) informiert (dafür werden Filme gemacht)
c) zum Nachdenken anregt (dafür werden Filme gemacht).

Was also um alles in der Welt hat George Clooney denn nach Meinung der Kritiker falsch gemacht?

Er zeigt die verschiedenen Etappen einer erfolgreich verlaufenden Rettungsaktion. Er zeigt, dass manchen Menschen Kunst über alles geht. Er zeigt, dass Krieg grausam ist. Er zeigt, dass Menschen über sich hinaus wachsen können. Er zeigt, dass auch Schreibtischtäter = Intellektuelle über sich hinaus wachsen können.

Was ist denn falsch daran?

Was er allerdings auch sagt, bzw. seine Filmfigur sagt: Wenn die Kultur eines Volkes zerstört wird, ist es, als ob dieses Volk nie existiert hätte.

Und was fällt uns dazu ein? Kulturimperialismus (s. auch hier einen aktuellen Stand der Debatte)? Und wer praktiziert den heutzutage mit wachsender Begeisterung? Und wer mit dieser Aussage mit wem in der Realität auf eine Stufe gesetzt? Kann eigentlich noch mehr USA-Kritik geäußert werden?

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

von sspicy5 Veröffentlicht in Filme

Sowas von Anbiederung!

Gleich in der ersten Einstellung geht es damit los. Ein äußerlich unattraktiver Mann (sieht zufällig aus wie Tom Cruise in moppelig) drapiert sich sein schütteres Haupthaar. Später sitzt er fettig am Pool und bekommt die schärfste Braut von allen quasi gratis, während zu Hause ein ebenfalls very sexy Mädel auf ihn wartet.

Damit haben die Macher von „American Hustle“ ja schon mal das männliche (heterosexuelle) Publikum auf ihrer Seite, sind doch Männer gerne ob ihres Kopfschmucks verunsichert. Warum eigentlich? Immerhin werden sowohl Jason Statham wie Bruce Willis kaum wegen ihrer Wallemähne geschätzt und geliebt.

Tja, was bleibt bei dem heißen Oscar-Anwärter für das weibliche Publikum? Wenig. Die Typen unansehnlich, die Heldinnen überirdisch attraktiv ….

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

Brustbild einer Dame

Wir sehen: Einen Teil von Jennifer Lawrence aus dem Filmplakat zu „American Hustle“.

Warum das? Einfach so, weil es mir beim Anblick des Plakates einfiel, dieses genau so sehen zu wollen. Und was sage ich, es sieht wirklich gut aus. Angeblich ist ja der Blick von Männern genau so auf „Teile“ von Frauen gerichtet. Das „große Ganze“ können sie ja – angeblich – kaum auf einmal erfassen.

Egal wie.

Erfreuen wir uns einfach an diesem Anblick, bis wir uns in Kürze dann „Vaterfreuden“ zuwenden, von und mit Matthias Schweighöfer, Friedrich Mücke und Detlev Buck (in einer großartigen Nebenrolle) sowie anderen aus deutschen Landen: Auch natur gewachsen.

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

So kann es auch gehen

Das ich das erleben mußte!

„47 Ronin“ hat mich komplett ratlos zurück gelassen. Weder habe ich während des Films, noch danach, noch nach dem Nachdenken, selbst jetzt nach all dem, auch nur irgendwie verstanden, was dieser Film eigentlich soll.

Ein Comeback für Keanu Reeves? Anbiederung an Japan? Was um alles in der Welt wollen uns die Produzenten mit diesem Werk sagen? Geld verbraten? Weil genug da war?

Und dann noch bei vermuteten 170 (und mehr) Millionen US-Dollar Kosten beim Dreh auf das „Billig“-Land Ungarn auszuweichen …. wie billig ist das denn. Wie könnten denn da die Lichtwerte mit Japan übereinstimmen?

Rätsel.

Nun gut, sei es wie es sei. Unbefriedigend ist es doch.

Wir sehn uns im Kino, garantiert bei „Dallas Buyers Club“ mit dem Texaner Matthew McConaughey.

Glück Auf!

von sspicy5 Veröffentlicht in Filme Verschlagwortet mit

Noch mal Glück gehabt

Ich weiß, es wird jetzt ein wenig holter die polter, aber ich bin ja noch so aufgeregt.

Ein neuer Held ist da!

Jetzt hat Woody Harrelson (bester Haarschnitt aller Zeiten) in meinem cineastischen Herzen doch tatsächlich Konkurrenz bekommen. Ausgerechnet sein bester Kumpel Matthew McConaughey hat ihn überholt. Grund dafür: Sein – leider viel zu kurzer – Auftritt in „The Wolf of Wall Street“. Als Mark Hanna (Interview mit dem realen M.H.) intoniert er den „Money Chant“ (hier roh, wie im Film. Wahrscheinlich wird das jetzt die neue Hymne.) Zumindest weiß der Mark Hanna im Film, wie ein Martini-Cocktail zu sein hat: Wenn schon schütteln, dann maximal drei mal (sonst lösen sich zu viel Eiskristalle und der schöne Drink wird verwässert!).

Jedenfalls kann Leonardo DiCaprio seinem Schöpfer danken, dass Hanna ruck zuck aus der Handlung raus ist. Denn: Gegen Matthew McConaughey hätte er Null, ich wiederhole: NULL, Chance. Ein derart magisch-charismatisches Talent hat es – tja, wann eigentlich? – zuletzt gegeben …. grübel ….. vielleicht Jim Morrison??? Die McConaughey-Performance sprengt alle bisher bekannten Dimensionen.

Von mir in der Vergangenheit eigentlich eher nur gering geschätzt, war Matthew McConaughey oft Held romantischer Komödien („Wie werde ich ihn los – in 10 Tagen“ u.a.) und als sexiest man alive tituliert. Von dieser einschränkenden Festlegung hat er sich indes bravourös gelöst. Seitdem spielt er zunehmend entfesselt in Filmen wie „Tropic Thunder“, „Der Mandant“ (cool, baby, einfach cool), als Stripper in „Magic Mike“ und jetzt eben in „Wolf of W.S.“. Nur gut dass der nachgerade schamanische Mime auch im TV zu sehen. Es klingt vielversprechend, was da mit „True Detective“ annonciert wird. Scheint so, als müsste ich doch tatsächlich irgendwie an einen Fernseh-Zugang kommen.

Bis es allerdings soweit kommt, dass ich mir ein Glotzkiste zulege, sehn wir uns im Kino!
Glück Auf!

Und weil das Kinojahr sooo gut begann, gibt es als Schmankerl des Tages hier noch den Link zum instrumental unterlegten – und dadurch in seiner Ausstrahlung ein wenig verwässerten – „Money Chant“.

Liebe Liebende

Nur Liebende überleben – wie wahr, wie wahr.

In dem Vampir-Film „Only Lovers Left Alive“ (klasse Soundtrack!) geht es um ein sich innig liebendes Paar, das ganz entspannt auf zwei Kontinenten vor sich hin lebt. Zeit haben sie schließlich genug. Man kann sich auch über ein paar tausend Kilometer hinweg sehr gern haben.

Kultiviert sind die beiden: Er macht Musik, hat auch schon mal Schubert beim Komponieren ausgeholfen. Sie ist den Worten verhaftet und engstens mit einer Person befreundet, die sie hin und wieder Marlowe nennt, womit auf Shakespeare hingewiesen ist. Also auch in dessen Werk Vampir-Geist?

Beide sind sich einig, dass die Zombies (= wir) alles kaputt machen. Das könne man insbesondere daran sehen, wie mit den Wissenschaftlern umgegangen würde, z.B. mit Tesla (ich liebe es, wenn Tesla ins Spiel kommt. Er soll leben für immer!).

Einig sind sie sich auch über ihre Ernährung: Nur keine Zombies mehr direkt auslutschen, das ist so 15. Jahrhundert, schon gar niemanden, der in der Musik-Industrie arbeitet. Daher wird der Überlebenssaft direkt vom Doktor besorgt. (Werden wegen dieses Waren-Geld-Flusses permanent Blutspenden benötigt?) Die Idee hatte aber lange (1998) vor dem Filmkunst-Vampirfilm-Regisseur Jim Jarmusch die Marvel-Comic-Verfilmung um „Blade“.

Lange Rede kurzer Sinn: Die Vampire sind scheinbar auf dem Weg zum Veganertum. Oh Mann! Also wirklich: Gemüse aus den Plantagen (Massenhaltung!) wächst eigentlich und von sich aus doch nur, um sich zu reproduzieren.

Im Magen sehr sensibler Mit-Menschen zu landen, ist garantiert jenseits der Vorstellungswelt eines Blumenkohls etc. Und was die Hinwendung zu kleinen Polyestern  und –acrylen in der Kleidung betrifft wollen wir uns kurz erinnern: Die basieren auf Erdöl = Mikroorganismen tierischen Ursprungs (Naphtha).

Was nun, liebe Veganer? Was nun?

Werdet ihr jetzt zu Vampiren? Vielleicht ist Menschenblut inzwischen vielfach verseucht, aber hej, wir = die Zombies sind nicht-tierisch und nicht-pflanzlich (das arme Gemüse, was ihr nur gegen es habt). Das wäre doch mal eine originelle Option.

Wir jedenfalls sehen uns wie immer im Kino!
Glück Auf!

DAS saß!

„Die Elite muß die Schwachen beschützen“ – „Es ist Aufgabe der Elite, die Schwachen zu schützen.“

Diese Sätze lassen wir jetzt ein klein wenig wirken.

Wir lassen sie noch immer in unser Bewusstsein eindringen.

Haben wir so was schon mal in einem Film gehört, ganz ernsthaft gesprochen von positiv besetzen Heldenrollen? In den letzten – sagen wir – zehn Jahren? Oder in einem Buch gelesen? Dabei – das muß noch gesagt werden – geht in diesem speziellen Werk dem jugendlichen Helden die ganze Weltenrettungs-Geschichte total am Arsch vorbei. Ist ihm egal, ob die Erde oder die Menschheit oder was auch immer untergeht.

In „unserem“ Kulturkreis ist eine solche Aussage schlicht undenkbar. Stimmen Sie mir zu? Gewiss! Wir sind doch alle gleich, richtig? (Gleich geboren mit gleichen Rechten, aber wirklich gleich? Sehe ich aus wie Arnold Schwarzenegger?)

Um auf den Punkt zu kommen.

Ein Satz wie der eingangs zitierte ist natürlich nur – Sie ahnen es schon – denkbar und möglich in einer Kultur, die Unterschiede respektiert. So wie die japanische. Der Satz, der mich zutiefst schockiert hat, kommt aus einem Film, aus „Evangelion 2.22“, der am Erscheinungstag mit 195.000 verkauften Blue-rays den bisherigen Rekordhalter, Michael Jacksons „This Is It“ = 122.000 Blue-rays verdrängte. Natürlich gibt es wo 2.22 steht, ein 1.01 und demnächst in Deutschland, passend zum Weihnachtsfest, dann „Evangelion 3.0“. Weihnachten wird schön, zweifellos.

Mit „Evangelion“ hat Mastermind Hideaki Anno ein depressiv-düsteres Anime-Universum geschaffen, dass alle denkbaren Normen sprengt und seines gleichen sucht. Basierend auf der heiß diskutierten Anime-Fernsehserie „Shin Seiki Evangelion„ (新世紀エヴァンゲリオン, international bekannt als „Neon Genesis Evangelion“, auch NGE oder EVA genannt, folgten geradezu zwangsläufig die außerordentlichen Verfilmungen: „Rebuild of Evangelion“.

Nachstehend aufgeführte Links bitte lesen. Ich fühle mich außer Stande, diese komplexe Fantasie auch nur ansatzweise zu schildern. Zumal ich mich noch immer zutiefst von dem Anspruch geschockt fühle, dass „Elite“ eine Aufgabe haben und sich nützlich machen kann. Bisher schien es doch so, dass sie um ihrer selbst willen da ist und als einzige Aufgabe hat, um sich selber zu kreisen. Ich Dummerchen.

Wenn Sie also Weihnachten noch ohne Pläne sind, sollten Sie sich unbedingt und auf alle Fälle diese drei Filme besorgen. Ich garantiere: Das Fest der Feste ist gerettet. Etwas Sattelfestigkeit in Sachen westlicher Kultur – Schopenhauer, Beethoven, christliche Ikonografie etc. – wäre allerdings von Vorteil. Dann erschließt sich das Werk bis in seine feinsten Verästelungen. Es gibt aber vor allem Acton pur, blutige Gewalt, Sexyness, fiese Exzesse – nun ja…

Los geht es:
Evangelion:1.01 – You are (not) alone. (Evangelion Shin Gekijōban: Jo)
Evangelion:2.22 – You can (not) advance. (Evangelion Shin Gekijōban: Ha)
Evangelion 3.0 – You can (not) redo(Evangelion Shin Gekijōban: Q Quickening)
Evangelion: Final (Shin Evangelion Gekijōban 𝄇) wird voraussichtlich 2014 folgen – hoffentlich!

Wir sehn uns im Kino!

Glück Auf!

von sspicy5 Veröffentlicht in Filme Verschlagwortet mit

Das wird schon

Wo wir jetzt doch so schön die nächste 11monatige Regenzeit vor uns haben, können wir ja auch gleich baden, besser surfen gehen.

Dazu passt der Artikel, den die FAZ vor einiger Zeit veröffentlichte: „Der verflixte Münchner halbe Meter“.

Da geht es um die berühmte stehende Welle des Münchner Eisbachs. Eine eindeutige Herausforderung für jeden Surfer, der auf sich hält. Und weil das so prickelt, gab es vor Jahr und Tag sogar einen Film darüber: „Keep Surfing“. Der exzellente deutsche Dokumentarfilm gehört in die Liga der ganz großen Surf-Filme, die das Big wave surfing thematisieren, wie „Riding Giants“ und andere.

Da kommt Freude auf. Und weil so ein Brett unter den Füßen die Welt bedeuten kann, hier noch ein letzter Tip für einen absolut hinreißenden Dokumentarfilm: „Dogtown & Z-Boys“ erzählt davon, wie das skaten – so, wie wir es heute kennen – entstand: Wenn Wellen fehlen, will der Surfer-Körper sich trotzdem spannungsvoll beschäftigen. Wie also kompensieren? In dieser ganz speziellen Situation ist dann allerdings ein Produkt erstklassiger Sublimation entstanden. Bravo.

Wir sehn uns im Kino – leider keine Surfer-Filme weit und breit in Sicht.

Glück Auf!

So fängt es an

Ob sich Jim Morrison das wirklich so gedacht hat, als er seinen Schamanen-Gesang „The End“ präsentierte? (youtube)

Nach Seth Rogen und seinem Mitstreiter Jay Baruchel (s. auch „Tropic Thunder“) wird es genau so kommen – das sagt zumindest ihr grandioses Apokalypse-Drama „Das ist das Ende“ mit mehreren Akten und wenig Überlebenden – materiell gesehen, spirituell stellt es sich anders dar. Perfekt sozusagen. Wieder was dazu gelernt.

Quintessenz dieser obsessiven Weltuntergangs-Mär: Licht und Liebe sind das Ziel und der Weg, alles andere führt Luzifer und dem Drachen direkt in die Arme. Auch Hochmut und Hoffart wie James Franco (s. auch „Ananas Express“, der in „Das ist das Ende“ eine gewisse Rolle spielt) am eigenen Körper erleben kann.

Ich sage es mal so: Nach „Springbreakers“ und „La Grande Bellezza“ hat mich dieses Werk am – jetzt kommt ein oft missbrauchtes Wort, nutzen werde ich es trotzdem – nachhaltigsten beeindruckt. (Bis auf den Schluß, sehen Sie selbst). Vergleichbar ist es mit dem unvergesslichen „Dogma“ von Kevin Smith bei dem es auch beträchtlich überirdisch zugeht.

Jedenfalls hat „Das ist das Ende“ Assoziationen geweckt und die führen direkt zu George Clooney. Wieso das? Davon beim nächsten mal.

Wir sehn uns im Kino.

Glück Auf!

von sspicy5 Veröffentlicht in Filme