Brausendes Boliden-Ballett: „Fast & Furious 6“

Es gibt eine wunderbare Welt jenseits der 007-Phantasien und die ist schnell und wild. „Fast & Furious“, das Action-Spektakel mit Kultfaktor, nimmt in seiner sechsten Auflage seine Fans mit in eine Automobil-fixierte Welt. Aufregende Alpha-Männer mit Underdog-Charme und ihre betörenden Begleiterinnen sind der Aufhänger für eine der spannendsten Kino-Sagen des aktuellen Jahrtausends.

So war es weder „Twilight“, noch „Star Wars“, „Herr der Ringe“ oder „Harry Potter“ vergönnt mehr als zwei Tage vor dem offiziellen Starttermin in die Lichtspielhäuser zu kommen. „Fast & Furious 6“ hingegen war aufgrund der großen Nachfrage drei Tage vorher auf der Leinwand zu sehen.

Das Geheimnis dieser Erfolgsserie liegt vermutlich darin, dass die Figuren kontinuierlich weiter entwickelt werden. So wandelte sich in bisher sechs ultra-dynamischen Schritten das Konzept vom brausenden Boliden-Ballett hin zum faszinierenden Familien-Epos mit geballtem Spannungs-Potenzial.

So veränderte sich das Verhältnis zwischen dem einstigen Klein-Ganoven Dom (Vin Diesel) zum ehemaligen Cop Brian O’Connor (Paul Walker) von Feindschaft über Rivalität hin zur Blutsbruderschaft, hat doch Doms inzwischen mit Brian verheiratete Schwester Mia diesen zum stolzen Onkel gemacht.

Derweil bestätigen die bei der tot geglaubten Letty (Michelle Rodriguez) festgestellten Wesensänderungen die These, dass das gesellschaftliche Sein das Bewusstsein bestimmt. Den Spaß am rasanten Geschehen vermag aber selbst dieser Ausflug in Marx’ dialektischen Materialismus unmöglich zu bremsen.

Denn vor allem geht es darum, eine Gruppe hochgerüsteter Söldner daran zu hindern, politisch bedenkliche IT-Spezialitäten zu stehlen. Auch muss Letty in die Familie zurückgeholt werden und dann wollen die Mitglieder des Toretto-Clans endlich Amnesie für all ihre vergangenen Taten und zurück in ihre schmerzlich vermisste Heimat Los Angeles. Es gibt also genug zu tun und – in furiosen Kinominuten – vor allem zu sehen.

Und für alle Fans das Wichtigste zum Schluß: Für den Folge-Film hat James Wan („Saw“, „Saw 3“) als Regisseur unterschrieben. Einen kleinen Vorgeschmack auf die dann zu erwartenden Spielchen liefert der dem Abspann beigefügte 2minütige Clip mit Jason Statham.

Wir sehn uns im Kino!

Glück Auf!

Everybody’s Darling Goes „Deep Throat“

Ein Kinobesuch kann so erhellend sein. Es fängt gleich mit dem Werbeprogramm an. Da gibt es aktuell einen Clip „Einfach sehen, wo man sparen kann“ der Sparkassen für ihr Girokonto-Angebot. Der Clip zeigt ein offensichtlich gut situiertes Paar bei Tisch. Die weibliche Hälfte listet diverse Ausgaben auf, alle im gehobenen Bereich. Und dann die für Strom: 70 Euro. Da muß sofort gespart werden, sofort. Und prompt dient der heiße Hintern des Mädels als Toaster-Ersatz.

Bravo!

Das nenn ich mal einen gut gemachten Werbe-Clip: Super Idee, klasse Umsetzung. Kurz, knackig und dann noch die doppelt Botschaft. Da muß man erst mal drauf kommen.

70 Euro Stromkosten habe ich schon beinahe. Und bei mir brennt Licht nur in den Räumen, in denen ich mich aufhalte. Ohne Kühltruhe, Mikrowelle, Fernsehen, Radio etc. Und die beiden sollen zu zweit !!!!! auf 70 Euro Stromkosten kommen? Oh Baby, selten so gelacht.

Aber eigentlich war ich im Kino um „Big Wedding“ zu sehen. Ok, der Film ist tatsächlich derartig uninspiriert inszeniert, dass er schon Übelkeit erregend wirkt. Es war zu erwarten. Doch ich wollte Amanda Seyfried sehen. Die hat in diesem Produkt allerdings  eher eine Statisten-Rolle. Sehr schade eigentlich. Aber so ergeht es hier auch anderen Hoffnungsträgern des Filmgeschäfts wie Topher Grace und Ben Barnes. Wirklich wirklich schade.

Aber zurück zu Amanda Seyfried, der Frau mit den Bette Davis-Augen. Seyfried hatte in grauer Vorzeit, d.h. 2008,  in dem Musical „Mamma Mia!“ sogar die omnipräsente Meryl Streep ausgestochen und sich elegant in die A-Liga gespielt. Danach gab es für die talentierte Seyfried jede Menge Rollen in Romanzen. Und jetzt das: Sie spielt die Linda Lovelace in dem Film „Lovelace“, in dem es ein Wiedersehen mit dem wirklich wunderbaren Wes Bentley gibt. (Für alle, die es vielleicht nicht wissen sollten: Die aus „Deep Throat“ bekannte Lovelace ist die berühmteste Porno-Darstellerin der 1970er Jahre.)

Mit anderen Worten: Amanda Seyfried  entdeckt die dunkle Seite der Macht. Das nenn‘ ich Mut, Cojones, Chuzpe – oder schlicht eine Verzweiflungstat, um sich endlich, endlich Respekt als Schauspielerin zu verschaffen.

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

Als Kultur-Banause entpuppt: Japan-Tag 2013

Es war ein nahezu perfekter Tag, der Japan-Tag in Düsseldorf . Und er endete mit einem fulminanten Feuerwerk, das leider ohne mich abgefackelt wurde. Denn zu dem Zeitpunkt war ich wegen der fehlenden Zugverbindung leider schon weg.

Dazwischen gab es eine wirklich unglaubliche Erfahrung. Und die ging so: Im Zug nach D’dorf wurde es schon früh am morgen (vor 8:00 Uhr) wirklich eng. Wer hätte gedacht, dass es den Japan-Fan so zeitig aus den Federn treiben würde. Ich jedenfalls nicht.

Aber weiter: Während ich meinem Nickerchen nachgehe, füllt sich das Zug-Abteil. Denn als ich die Augen öffne, glaube ich zu träumen: Rund um mich Manga-Figuren ohne Ende. Manche attraktiv (Mädel aller Klassen in Schul-Uniformen), manche gruselig (Kämpfer mit Atemschutzmasken und Tarnwesten, Monster) manches witzig (eine kleines Schwein im Bollerwagen mit Manga-Figuren-Begleiter). Invasion in Düsseldorf? Nein. Die Manga-Anime-Szene trifft sich dort sowieso fast jeden Samstag, da ist so ein Japan-Tag dann das mindeste, was muß. (Haben Sie das gewußt?)

Blaue, grüne, gelbe Haare. Ein Samurai-Heerlager vor der Westfälischen Landesregierung. Ein Street-Soccer-Turnier auf dem Rasen nebenan. Taiko-Trommeln, japanische Experimentalfilme und so weiter und so fort

Und Menschen, Menschen, Menschen (vergleichbar einem letzten Tag bei der documenta in Kassel, fast wie auf der A 40 bei RUHR 2010) – die meisten in Manga-Kostümen. Grund daür: Ein Cosplay-Wettbewerb. Was Cosplay ist? Hier die Lösung. (Es war nur viel viel viel voller, als auf diesem Clip zu sehen.)

Wer mehr wissen will, guckt hier. Und hier (die Taiko-Einlage der Kids ist deutlich besser)

Das war doch bisher alles an mir vorbei gegangen. Wieder was dazu gelernt (wie gesagt, ein eigentlich wunderbarer Tag). Und so kam es, dass ich vom Düsseldorfer Hauptbahnhof aus in einem lebenden Manga-Treck zum Rheinufer wanderte. Und es gab kein Erbarmen. Wer glaubte, er könnte ohne diese Figuren weitergehen, wurde am Samstag, 25. Mai 2013 eines besseren belehrt. Die Stadt war überflutet, dieses Mal mit Manga-Kreaturen.

Und sie kauften und kauften und kauften. Vor der Noodle Soup Bar (mit frischen Ramen = Nudeln direkt auf Sapporo/ Japan) bildeten sich mittags um 12:00 Uhr zwei 10-Meter-Schlangen in der Hoffnung auf einen der wenigen Plätze. Beim Friseur Guecca (10% für Neukunden) in der Immermannstraße brummte das Geschäft. Und wer seinen Verstand tagsüber versaufend in einem der zahllosen Altstadt-Kneipen saß, dachte vielleicht an Halluzinationen: Oder wann ist Ihnen schon mal ein voll ausgerüsteter Samurai-Krieger vor die Augen gekommen, derweil Mädchen niedlich kichern und König Alkohol sie küßt)?

Wir sehn uns im Kino! (Und vielleicht erzähle ich demnächst, warum es eben kein perfekter Tag war.)
Glück Auf!

Von Verne zu Rohmer: „Der große Gatsby“

Lange ist es her, jetzt bin ich wieder da. Kehlkopfkatarrh, Bronchitis und eine Sehnenscheidenentzündung im rechten Handgelenk – wer wollte da noch etwas zu Stande bringen.

Inzwischen ist einiges geschehen.

Der Höhepunkt der Filmwoche ist jedenfalls unangefochten „Der große Gatsby“ unter der Regie von Baz Luhrmann. Der hat geschickterweise – und weil er ihn ganz offensichtlich und zu Recht liebt – Leonardo DiCaprio als Gatsby besetzt.

DiCaprio in Aktion zu sehen, ist ja schon immer ein Erlebnis gewesen. Bereits in „Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa“ wußte er das Publikum und die Kritiker zu begeistern. Inzwischen ist der Ausnahme-Mime in seinen 30er Jahren angekommen (ok, nächstes Jahr wird er 40, was solls) und wird besser und besser und besser. Dabei verdichtet sich der Eindruck, der vor drei, vier Jahren schon aufkam, zunehmend: Leonardo DiCaprio ist der kongeniale Nachfahre des unvergessenen Orson Welles.

Und – liebes Feuilleton – es muß gesagt werden, denn ihr habt es verpennt: „Der große Gatsby“ ist „Citizen Kane“ – von und mit Orson Welles. Schaut doch bitte noch mal etwas genauer hin.

Was mich aber wirklich begeistert ist die Spielerei, die sich Baz Luhrmann gönnt. Immer wieder wird in seinem Meisterwerk das grüne Leuchten erwähnt, das am Pier des Anwesens der Buchanans leuchtet. Warum mich das so begeistert? Weil es etwas ganz besonderes mit diesem grünen Leuchten auf sich hat. Denn es erklärt die Haltung, die Luhrmann gegenüber der Figur des Gatsby einnimmt.

Beginnen wir von vorn: „Das grüne Leuchten“ ist ein Film von Eric Rohmer. Der wiederum bezieht sich auf den Roman „Das grüne Leuchten“ von Jules Verne. Und Verne schreibt, dass mit dem grünen Leuchten etwas Magisches einhergeht: Wer es jemals gesehen hat, kann sich in Liebesdingen nie mehr irren. Und hier schließt sich der Kreis zu „Der große Gatsby“: Denn nur der beharrlich Liebende, Gatsby, sieht es. Den Hauseigentümern – den Buchanans – ist es noch nie aufgefallen. Wie sich später herausstellt, sind sie komplett Liebesunfähig.

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

Flow: „Das Geheimnis des perfekten Tages“

„Wichtig: In Pornofilmen wird am Ende nicht geheiratet. Das wars.“ (Dieter Nuhr, „Das Geheimnis des perfekten Tages“, 13:07 Uhr, S. 214)

Diese Aussage bringt es auf den Punkt.

Dank Dieter Nuhr ist jetzt endlich klar, warum der männliche Teil der Welt Pornos wirklich klasse findet. Derweil der weibliche Teil mit dem Fleisch-in-Aktion-Beschau eigentlich wenig anzufangen weiß. Obwohl manche Frauen in dem Wunsch, männlicher als Männer zu sein, sich mit dem Gucken von Pornos brüsten. Nur um noch mal Dieter Nuhr zu zitieren: Dort wird nicht geheiratet.

Egal.

Beginnen wir am Anfang. Dieter Nuhr (bei Wikipedia) hat ein neues Buch veröffentlich. Dieses kündigt er auf seiner Domain wie folgt an: „Nun ist es da! Mein neues Buch! Zahlreiche bisher ungesehene Buchstabenkombinationen und krude Gedankenverwuselungen! Ich bin stolz!“

Dieses Werk mit dem verheißungsvollen Titel: „Das Geheimnis des perfekten Tages“ hat es in sich. Der Autor, Comedian & Kabarettist in Personal-Union, nimmt uns mit auf die Reise durch seinen arbeitsfreien Montag. Von 05:21 Uhr bis 08:18 Uhr am Folgetag dürfen wir dabei sein und ihn bei seinen geheimsten Gedanken begleiten. Dass das unterhaltsam – und zwar in jeder Hinsicht – ist, versteht sich von selbst.

Von den Überlegungen, die Gewürzkiste aufzuräumen (07:52 Uhr) bis zur Lösung des Rätsels, was einen perfekten Tag ausmacht (00:00 Uhr) ist so ziemlich alles dabei: Die Zubereitung von Espresso, Kita-Pflicht und Gleichmacherei, Tote der Kommunistischen Revolution (40-50 Millionen), Zeitungen als Verbreiter der Nachrichten vom Vortag, dem globalen Markt (14:00 Uhr) sowie der Verpflichtung des Menschen zum genüsslichen Leben (09:14 Uhr).

Was will mensch eigentlich noch mehr. Was besseres als Dieter Nuhr gibt es hierzulande kaum. Vielleicht noch Frank Schätzing oder Harald Schmidt, gerne auch Elfriede Jelinek….. Okay, ich gestehe, ich bin voreingenommen. Ich stehe auf Bildung, ich mag es, wenn Menschen lesen (und zudem noch genießen können, gerne auch Gewürze.)

Wir sehn uns im Kino.
Glück Auf!

Im Märzen der Bauer: „Spring Breakers“

Geilheit ohne Liebe taugt wirklich nur für einen One-Night-Stand oder für eine Woche oder so, unabhängig davon ob die Körper schlaff („Paradies Liebe“) oder straff sind. Letztgenannten Fall führt ausgerechnet Drehbuchautor und Regisseur Harmony Korine (Artikel unbedingt lesenswert!) vor.

Der hatte mit seinem Drehbuch zu „Kids“, verfilmt von Larry Clark mit Rosario Dawson und Chloë Sevigny für reichlich Aufsehen gesorgt. Eigentlich war es eher der voyeuristische (darf man sagen: Kinderficker-?)Blick Clarks, der die internationale Aufmerksamkeit befeuerte. Jedenfalls verhalf das Projekt einigen seiner Jung-Stars (s.o.) zur Karriere.

Und so kommt es, dass Harmony Korine (garantiert ein Typ, trotz des Vornamens) sich zu Beginn von „Spring Breakers“ selbst zitiert, dann aber weit weit darüber hinaus geht.

Das wuchtige Sex-, Drogen- & Gewalt-Drama ist eher was für geübte Kino-Kucker. Manche künstlerische Stilmittel wie Loops von Text-Passagen in Kombination mit immer neuen Bild-Montagen sorgen denn auch bei dem einen oder der anderen für Verwirrung. Dabei ist es ganz einfach. Man muß nur hinhören und –sehen, dann erschließt sich die Absicht des Künstlers (der Begriff muß man hier erlaubt sein: ganz großes Kino!) von ganz allein.

Selten wurde juvenile Inhaltsleere drastischer inszeniert als in diesem Werk. Und für deren Präsentation ist kaum ein gesellschaftliches Ereignis als Ausgangspunkt besser geeignet als das in den USA von Jugendlichen (oder wie der Dealer sagt: dem Abschaum) exzessiv gefeierte „Spring Break“ .

Ich glaube mich zu erinnern, dass Tom Wolfe (einer meiner Lieblingsautoren) in „Ein ganzer Kerl“ auf diese hedonistischen Gelage einging. (Vielleicht irre ich mich auch, die Zeit ist jetzt zu knapp, das zu verifizieren.)

Die alten Römer würden sich vermutlich für die drogenbefeuerten Rudelfickerein schämen, feiert in „Spring Breakers“ doch der Plebs statt dem Adel. Da geht der Stil – auch Orgien können Stil haben, oder? – komplett verloren. Und das anzusehen ist in seiner Konsequenz verdammt schmerzhaft.

Ein Lichtblick bleibt (alle Christenhasser hören hier besser auf): Jesus immunisiert – laut Korine – gegen Versuchungen (Geilheit ohne Liebe – was auch immer). Wie das? Nun, mit der Figur der Faith (Nomen est Omen!) wird es vorgestellt. Selber sehen macht auf alle Fälle schlau, denn: Ein erzählter Film ist wie ein beschriebenes Mittagessen, richtig?

Wir sehn uns im Kino.
Glück Auf!

von sspicy5 Veröffentlicht in Filme

Gene: Ja? Nein?

Das war jetzt aber wirklich voll süß. Da war doch neulich in einer größeren deutschen Tageszeitung der Leserbrief eines engagierten Herrn abgedruckt, der sich zum Thema „Alkoholismus“ äußerte.

Diesem war zu entnehmen, dass Alkoholiker von Geburt an krank seien, da eine „genetische Variante“ sie dazu verurteile – wie auch Asiaten, Indianer etc. pp.

Das mag so stehen bleiben.

(Dass es diesen Brief gab, muß jetzt einfach geglaubt werden. Wer mich kennt, weiß, dass „Wahrhaftigkeit“ mein persönliches Programm ist, auch wenn sie mir scheinbar zu schaden scheint. Aber das ist eine andere Geschichte.)

Wenn es also wirklich so ist, dass Gene unter anderem das Verhalten von Menschen steuern, ja dann, dann könnten an den Thesen eines Thilo Sarrazin ja doch was dran sein, richtig? In der Debatte um sein Buch „Deutschland schafft sich ab“ (das ich nicht gelesen habe, die Debatte darum jedoch mit großem Vergnügen verfolgt) hieß es doch immer „Gene“ kann es nicht geben. Da fragt man sich natürlich schon, was die Gentiker eigentlich den ganzen lieben langen Tag in ihren Laboren so machen. Und der „Genetische Code“ des Menschen, den sie dechiffriert haben wollen – alles eine Erfindung?

Und so kommt diese Meldung denn auch wie bestellt: Der Ratgeber „Genetic Balance“  – abnehmen im Einklang mit den Genen.

Köstlich.

Wir sehn uns im Kino.
Glück Auf!

Raffinierte Technik: „Ziel erfasst“

Was für ein wendiges Kerlchen: „Kamov Ka-50 Black Shark NATO Code: Hokum“

An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Tom Clancy . Ohne sein neuestes Werk aus der Jack Ryan-Reihe „Ziel erfasst“ hätten der Schwarze Hai und ich uns ja nie kennen lernen können. So aber ist die Liebe da. Schon mit dem ersten Satz seiner aktuellen Arbeit hat mich Clancy aufs Sofa – sagen wir wie es war – genagelt.

Ka-50 Black Shark vs AH-64 Apache
Kamow Ka-50 Tschjornaja Akula (russisch Чёрная акула für schwarzer Hai, NATO-Codename „Hokum-A“)
Kamov KA-50

Stunden später war mal wieder klar: Clancy kann es. Wer sich gerne in technische Niederungen und Finessen von Gerätschaften gleich welcher Art verliert, ist hier genau richtig. Und wer schon immer mal wissen wollte, wie es in Waziristan aussieht oder was sich hinter dem Wort „Dagestan“ verbirgt (eine Republik) ist in diesem akribisch recherchierten Polit-Thriller genau richtig.

Und wer glaubt, dass die in Pakistan geschilderten politischen und sonstigen Verhältnisse auf die blühende Phantasie eines Autors zurückzuführen sind, sollte sich ganz realistisch vergegenwärtigen, dass 1947 Pakistan gegründet wurde, um strenggläubigen Mohammedanern eine Heimat zu bieten (daher auch – in Urdu – der Name „Land der Reinen“).

Doch auch für Anhänger von Beziehungsgeflechten bietet der neue Tom Clancy einiges. So wird die Historie der Familie in der Person von Jack Ryan jr. konsequent weiter geschrieben. Wirklich aasig ist dann allerdings der Schluß, endet das 800-Seiten Werk (deutsche Ausgabe) doch mit einem Cliffhanger, der sofort und unbedingt und auf der Stelle nach dem nächsten Band aus dem Ryan-Universum verlangt.

Jedenfalls ist Tom Clancy ein verlässlicher Erfolgs-Autor, dessen Bücher regelmäßig verfilmt werden, sind sie doch schon Drehbuchgerecht angelegt. Im Dezember kommt denn auch der Film “Jack Ryan” mit Chris Pine als junger Jack Ryan in die Kinos. Jetzt aber mal: Haben wir uns den wirklich sooo vorgestellt?

Wir sehn uns im Kino.
Glück Auf!

Wichtig(er): EMAF 2013 + GEZ

Sorry liebe EMAF-Macher, aber: Wirklich nur ausnahmsweise, aber viel viel wichtiger als das diesjährige EMAF und anderes ist die Initiative „Abschaffung der GEZ – Keine Zwangsfinanzierung von Medienkonzernen“. Die damit verbundene Petition kann inzwischen über 100.000 Unterzeichner (einige sind ja vielleicht doppelt dabei, wer weiß) vorweisen.

Haben Sie denn schon gezeichnet? Hier geht’s!

Warum Sie das tun sollten, ja sogar wollen: Bezahlen Sie vielleicht im Supermarkt für Waren, nur weil Sie die ja kaufen könnten obwohl in Ihrem Einkaufswagen ganz andere Produkte liegen? Wenn das Projekt GEZ klappt, dann gibt es demnächst die KFZ-Steuer für alle. Immerhin könnten Sie ein Auto haben, schließlich werden die ja angeboten.
Viel Erfolg!

Ach ja, und es gibt Demos, z.B. in Köln (Näheres siehe hier)

Jetzt aber: Ebenfalls ganz ganz viel Erfolg wünschen wir dem 26. EUROPEAN MEDIA ART FESTIVAL
(EMAF) vom 24.–28. April 2013. Im Veranstaltungsort Osnabrück laufen, so die Presse-Mitteilung, die Vorbereitungen für diese Festival-Ausgabe auf Hochtouren. Wer seine Teilnahme sichern und sich akkreditieren möchte, kann das ab jetzt tun. Auf www.emaf.de finden sich die weiteren Informationen dazu.

Alle Neuigkeiten und Infos zum Festival finden sich regelmäßig auch auf facebook, twitter, vimeo und flickr.

Das EMAF auf Arte Creative: http://creative.arte.tv
Das EMAF Archiv-Projekt: http://www.dca-project.eu

Wir sehn uns – immer wieder gerne – im Kino.
Glück Auf!