Männer! Männer! Männer!

Was Frauen wollen: Quote! Was Frauen können?

Das Genöle über den „alten weißen Mann“ hängt mir sowas von zum Hals heraus – da fehlen jegliche Beschreibungen.

Ich bin dem sogenannten „alten weißen Mann“ doch ziemlich dankbar (muss mal gesagt werden). Womit könnte ich z.B. meine Gedanken in die große weite Welt verteilen?

Womit würden Sie morgens zur Arbeit, zur Uni oder sonstwohin fahren? Womit würde Ihr Cappuccino aufgebrüht? Hätten Sie eine Zeitung? Fernsehen? Waschmaschinen? Grill? Schuhe?????

Was auch immer uns das Leben derzeit so verdammt angenehm macht (Heizung, Warmwasser, Kanalisation, Müllabfuhr, Büchereien usw. usf. etc. pp) haben „alte weiße Männer“ erfunden/ entwickelt/ vorgedacht. Und  das, weil „alte gelbe/ braune Männer“ mal vor 5.000 oder 6.000 Jahren Schriftzeichen erdachten, die die Kommunikation ermöglicht(en).

Daher mein Aufruf, meine Forderung („fordern“ ist ja so was von en vogue!) an alle:
Verzichtet einfach – für eine Stunde? zehn Minuten? ohne Smartphone/Mobile? 10 Minuten? ich lach mich weg! – auf das, was „alte weiße Männer“ an den Start gebracht haben.

Macht es vor und dann seht, wo ihr steht.

Wir sehn uns im Kino!

Glück Auf!

 

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Alle irre? (3)

Denn im Wald, da sind die Räuber… 

Im Wald – das weiß mensch – gibt es so vielerlei: Beeren, Pilze, Bäume, Sträucher, Vögel, Füchse, Rehe, Rotkäppchen. Und manchmal gibt es da auch Wölfe. Das ist ihr Zuhause. Da haben sie ihr Wohnzimmer, die Gute Stube, die Kinderstube …

Wenn dann auf einmal etwas bisher Ungesehenes in diesem Zuhause auftaucht, was macht man dann: Man guckt. Schnüffelt auch mal rum und überlegt: Hätte ich Kuchen backen sollen?

Statt dessen stellen völlig verblödete Menschen mitten in ein Wolfsrevier einen Waldkindergarten und wundern sich ganz doll, dass der Vierbeiner mal vorbei schaut wie man das bei guten Nachbarn ja macht. Und schon gibt es artenübergreifende Schwierigkeiten, denn der Wolf hat nur sich, der Mensch aber das Schießgewehr.

Wer wird da wohl als Überlebender vom Platz gehen?

Ob Mensch wohl so klug ist, das Eindringen in ein fremdes Revier zu beenden und statt dessen eine Parzelle weiter zu ziehen? Oder muss dem Wolf, der sich in seinem Zuhause aufhält, einfach mal klare Kante gezeigt werden?

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

 

Alle irre? (2)

Unser ganz enger Nachbar, gleich nebenan!

Da kommt ein bekanntes Nachrichtenmagazin auf die rührende Titelgeschichte über unseren Nachbarn. Gemeint ist die Ukraine. Dieser Nachbar ist über 1.300 km (Berlin-Kiew) entfernt. (Was ist denn dann das dazwischen liegende Polen?) Sollten wir vielleicht ganz schnell ein Nachbarschaftstreffen verabreden?

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

 

Alle irre? (1)

Männer, wie wir sie lieben.

Das titelt die Welt.de „Weiß Elyas M’Barek, was er für ein Geschenk ist?“ und ich frage mich:

HÄH? Das ist nun wenig schön, aber „Geschenk“? So mit rosa Schleifchen?

Da heißt es u.a. „Ein Herz aus Gold und ein Sixpack aus Stahl. Bämm.“

Oh Mann! Wirklich: Oh Mann!

Da haben die Genderfreaks gerade zum „alle sind gleich“ geblasen, da kommt auf einmal der Typ „Mann“ ganz groß raus? Statt veganen Sparelbeinen „Sixpacks“? „Aus Stahl“? Auf so was stehen Frauen? Kann unmöglich sein. Frauen wollen doch so was knuffiges, so eine Art Freundin mit Ständer oder so – oder wie?

Ein „Mann“ sieht anscheinend doch besser aus als ein Vertreter der „ich lutsche schon ganz lange an der Plastikflasche und liebe Weichmacher (nomen est omen!) über alles“-Fraktion.

Kurz danach gibt es dann auf Welt.de noch so eine wundersame Geschichte zu „Traumfrauen“ (soll eine Filmkritik sein). Darin wird beklagt, dass in der Komödie keine „normalen Menschen“ auftreten.

Jetzt frage ich Sie: Gehen Sie ins Kino, um „normale Menschen“ zu sehen? Die gibt es doch für völlig umsonst direkt vor Ihrer Haustür zu sehen. Wirklich: Völlig umsonst.

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

 

 

Halleluja

Das hat mein Schutzengel aber richtig GUT gemacht, richtig gut. PERFEKT gemacht.

Zeit: Heute
Ort: Eine Straßenkreuzung, zweispurig bzw. dreispurig in jede Richtung. Als Mittelstreifen Grünbepflanzung.
Ich: Bei tiefdunkelgrün – grüner geht nicht: „es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen“ – auf dem Zebrastreifen für Fußgänger. Schaue kurz über die linke Schulter, sehe zwei Autos nahen (die natürlich Rot haben). Der Wagen auf der Spur, auf der ich gerade laufe, hält. Und während ich noch denken will: Der hält doch? rauscht Wagen Nr. 2 knapp zehn Zentimeter vor meinem Körper in den Kreuzungsbereich: Ohne jegliche Bremsbemühungen kracht er auf ein auf die Fahrspur hereinbiegendes Auto (der hatte Grün), klaro. Das touchiert wegen der Turbulenzen noch den vor ihm fahrenden Wagen.

Nun ja. Der Clou ist, dass ich während ich über die Straße gehe, auf einmal – völlig arrhythmisch -zwei kleinere Schritte gemacht hatte. Komisch, dachte ich kurz, als ich schon um fast Haaresbreite dem frühen Ableben entgehe. Ohne diese zwei völlig irrationalen kleineren Schritte wäre es das gewesen. Und daher: Danke, lieber Schutzengel, vielen vielen Dank! Dass mir noch ein wenig die Beine zittern ist wirklich verschmerzbar.

Mache ich also weiter: Stayin Alive wie die BeeGees einst sangen, Stayin Alive!

Wir sehn uns im Kino!

Glück Auf!

 

Großes Schlachtfest

Es ist die Zeit der Euphemismen, jeder hat gelernt, damit umzugehen.

„Vegetationsmaßnahmen“ heißt es denn auch so schön, wenn z.B. gemeint ist: Alles was ein Baum ist sollte derzeit schleunigst seine Wurzeln unter die Äste packen und Reißaus nehmen.

„Vegetationsmaßnahmen“ meint: Es ist die Zeit des großen Bäumeschlachtens.

Was würde eigentlich passieren, wenn in z.B. Deutschland einfach mal für zwei oder drei Jahre jegliche Baumfäll-Instrumente versagen würden? In Einzelteile zerfallen, was auch immer … Gäbe es dann das große Schlachten zu Hause? Unter Freunden?

Ich habe da eine steile Theorie, warum mit geradezu Gehässigkeit zu nennender Penetranz permanent am Gewachsenen rumgeschnitzt und -gesägt werden muss (ja, muss. Ist ja fast schon wie ein Zwang): Bäume versorgen uns mit Sauerstoff, spenden Schutz …

Was können wir für Bäume tun? NICHTS!

Mit anderen Worten, wir stehen letztlich ziemlich in des Baumes Schuld. Tja, und schon kommt dieser Unterlegenheitskomplex und schon muss man zerstören, was einen überragt und wovon man abhängig ist und was im Gegensatz dazu von uns einfach frei ist. Tja … Also rausgeholt die Kettensäge … Tja …

Wir sehn uns im Kino!

Glück Auf!

 

„Johnny, wenn Du …

…. Geburtstag hast“, tja …

Heute geht es aber um den anderen John, genauer: den schwarzen Witwer „John Wick“. Selten hat mich ein Film so aus dem Kinosessel katapultiert, wie dieser. Der letzte war – glaube ich – „La Grande Bellezza“. Und während jener die unendliche Schönheit und Grausamkeit des Lebens feiert, geht in diesem der dustere John Wick (Keanu Reeves) seinem furiosen Vergeltungsfeldzug nach.

An sich hätte das ja nur einer von vielen Action-Thrillern sein können, wie wir sie schon gesehen haben. Doch hier geht es ab. Ein so unglaublich cool gefilmtes und geschnittenes Werk hat mein Auge schon lange nicht mehr betört. Jede Sekunde ist voller Informationen – perfekt.

Das Tüpfelchen auf dem i ist dann der Soundtrack von Tyler Bates (das englische Wikipedia ist einfach besser informiert). Dieser Mann weiß, wie Filme klingen müssen. So bietet seine Intro-Kompostion des seinerzeit total verrissenen Remakes des 70er Jahre-Klassikers „Get Carter“ einen hinreißenden Höhrgenuss. Den habe ich mir gestern noch mal angesehen („John Wick“ 2mal seit Donnerstag) und stelle fest, dass dieser Look (im Pretitle) war seiner Zeit weit voraus. So werden Filme gemacht!

(Zu „John Wick“ wird es hier immer mal wieder etwas geben, z.B. die Relation der Drinks – im Titel sehen wir Ms. Perkins, die einen Vesper Martini verkostet und wir wissen, das ist eine „böse“ Frau. Warum wir das wissen? Weil wir den ersten Bond kennen, in dem der sich in ein Mädel namens Vesper verliebt, die doppeltes Spiel liebt und der zu Ehren Bond den „Vesper Martini“ kreiert – zu den Toten und vieles andere mehr.)

Und daher schließen wir von Tyler Bates inspiriert heute mit den klugen Worten von Jack Carter  zu seiner Nichte: „Wir sind doch alle etwas freaky. Es sind die Normalen, um die wir uns Sorgen machen müssen.“

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

Treffen ist Glückssache!

Irgendein Tag in Deutschland, irgendwo. Sie sind mit dem ÖPNV unterwegs, konkret: Im Zug. Egal, wie lang ihre Reise dauert, auf einmal verspüren Sie Druck auf das urologische System. (Das „große Geschäft“ haben Sie vermutlich zu Hause erledigt.) Also auf zum stillen Örtchen, dessen Besuch, ich möchte das unbedingt erwähnen, im ICE bei Tempo 250 kmh einfach grandios ist.

Nun denn, Sie öffnen die Tür besagter Stätte und als erstes gucken Sie die unbeschreiblichen Reste irgendeiner Verdauung an, die Ihr Vorgänger hinterlassen hat. Was morgens um 7:00 Uhr oder 8:00 Uhr oder überhaupt um welche Uhrzeit auch immer geradezu grotesk (Euphemismus-Alarm!) anmutet.

Also tun, was zu tun ist. Und raus (Hände waschen!)!

So weit, so ungut. Aber inzwischen „häufen“ sich diese Ereignisse und allmählich drängt sich die Frage auf: Was ist los? Haben die Entsorgungs-Ausgänge mancher Fahrgäste sich dergestalt verlagert, dass es unmöglich ist, die riesige Öffnung zu treffen? Sind alle nur noch besoffen/ bekifft oder was auch immer? Handelt es sich um Vertreter irgendeiner Sekte, denen es untersagt ist, sich anders zu verhalten als ihr nachstrebenswerter Gründer es seinerzeit irgendwann mal tat?

Ich schlage Video-Überwachung der rollenden Klos vor. Wer saut, dem bleibt der Austritt solange verwehrt, bis er Ordnung geschaffen hat. Das hätte was, gelle.

Wir sehn uns im (noch) von Exkrementen freien Kino!
Glück Auf!

 

Spiel seines Lebens

Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis.

Diese Volksweisheit lässt sich fürwahr problemlos auf den von Mark Wahlberg verkörperten Charakter eines zerrütteten Literatur-Dozenten in dem Zocker-Drama „The Gambler“ anwenden. Nun sind Vertreter dieser Berufsgattung per se eine gefährdete Spezies – erinnern wir uns nur an Hugh Grant in „Wie schreibt man Liebe“. Besonders auffällig: Die Lit-Doz haben scheinbar (niemals in echt, isch schwör!) eine Schwäche für blutjunge Studentinnen.

Das ist jetzt aber ein Nebenkriegsschauplatz.

Worum es geht? Reicher alter Junge mit absolut gesichertem sozialem Status fällt es schwer, sein Wohlergehen zu akzeptieren. Prompt kultiviert er einen geradezu generösen Lebensüberdruss. Der es in sich hat – und den Filmzuschauer knapp 2 Stunden aufs feinste fesselt.

Wir kennen und schätzen und lieben Mark Wahlberg ja schon so viele Jahre. Ob als Pornostar Dirk Diggler in „Boogie Nights“ (unbedingt nachholen, wer ihn verpasst hat!). „Shooter“, „Ted“ oder jetzt eben „The Gambler“ – Wahlberg bietet seit Jahr und Tag überdurchschnittliche Leistungen.

Wer das in der aktuellen Produktion toppt?

John Goodman

Seine „Fuck you“-Rede schreibt Filmgeschichte. Wie der Money Chant von Matthew McConaughey.

Und – was haben wir gelernt, wenn es was zu lernen gibt? Letztlich scheint sich doch alles um das Goldene Kalb zu drehen.

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!