Wann rühren besser als schütteln ist

Da finde ich in der Stadtbücherei meines Vertrauens die gesamten neu übersetzten und heraus gegebenen Bände um und mit dem Spion mit der Doppel-O: James Bond.

Los ging es mit Band 1, „Casino Royale“ (das ist der mit der sehr effektiven, wenngleich über die Maßen schrecklichen Folterszene) und wen findet mein Auge: Das Rezept für einen Martini, den Bond bzw. sein Autor Ian Fleming dann Vesper-Martini nennt (zur Erinnerung an eine schöne Frau).

Und dank der Büchse der Pandora, genannt Internet, finden sich dann auch gleich entsprechende Informationen.

Auf der Homepage des Gin-Genusses kann ein Rezept für den legendären „Vesper Martini“ nachgelesen werden. Und für alle, die ein wenig Probleme mit Buchstaben haben, gibt es das Rezept in Form von Icons. Das kann ja nur klappen.

Und bei MMM (Medicinal Mixology Mission, ein umgedrehtes WWW) mit vielen Informationen dazu, wie gesund diverse Zutaten in Alkohol sind (wussten wir natürlich schon längst!), gibt es noch weitere spannende Infos zum Vesper-Marini.

Wohl bekomm’s und Glück Auf!

Wir sehn uns im Kino!

Sowas von Anbiederung!

Gleich in der ersten Einstellung geht es damit los. Ein äußerlich unattraktiver Mann (sieht zufällig aus wie Tom Cruise in moppelig) drapiert sich sein schütteres Haupthaar. Später sitzt er fettig am Pool und bekommt die schärfste Braut von allen quasi gratis, während zu Hause ein ebenfalls very sexy Mädel auf ihn wartet.

Damit haben die Macher von „American Hustle“ ja schon mal das männliche (heterosexuelle) Publikum auf ihrer Seite, sind doch Männer gerne ob ihres Kopfschmucks verunsichert. Warum eigentlich? Immerhin werden sowohl Jason Statham wie Bruce Willis kaum wegen ihrer Wallemähne geschätzt und geliebt.

Tja, was bleibt bei dem heißen Oscar-Anwärter für das weibliche Publikum? Wenig. Die Typen unansehnlich, die Heldinnen überirdisch attraktiv ….

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

Brustbild einer Dame

Wir sehen: Einen Teil von Jennifer Lawrence aus dem Filmplakat zu „American Hustle“.

Warum das? Einfach so, weil es mir beim Anblick des Plakates einfiel, dieses genau so sehen zu wollen. Und was sage ich, es sieht wirklich gut aus. Angeblich ist ja der Blick von Männern genau so auf „Teile“ von Frauen gerichtet. Das „große Ganze“ können sie ja – angeblich – kaum auf einmal erfassen.

Egal wie.

Erfreuen wir uns einfach an diesem Anblick, bis wir uns in Kürze dann „Vaterfreuden“ zuwenden, von und mit Matthias Schweighöfer, Friedrich Mücke und Detlev Buck (in einer großartigen Nebenrolle) sowie anderen aus deutschen Landen: Auch natur gewachsen.

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

So kann es auch gehen

Das ich das erleben mußte!

„47 Ronin“ hat mich komplett ratlos zurück gelassen. Weder habe ich während des Films, noch danach, noch nach dem Nachdenken, selbst jetzt nach all dem, auch nur irgendwie verstanden, was dieser Film eigentlich soll.

Ein Comeback für Keanu Reeves? Anbiederung an Japan? Was um alles in der Welt wollen uns die Produzenten mit diesem Werk sagen? Geld verbraten? Weil genug da war?

Und dann noch bei vermuteten 170 (und mehr) Millionen US-Dollar Kosten beim Dreh auf das „Billig“-Land Ungarn auszuweichen …. wie billig ist das denn. Wie könnten denn da die Lichtwerte mit Japan übereinstimmen?

Rätsel.

Nun gut, sei es wie es sei. Unbefriedigend ist es doch.

Wir sehn uns im Kino, garantiert bei „Dallas Buyers Club“ mit dem Texaner Matthew McConaughey.

Glück Auf!

von sspicy5 Veröffentlicht in Filme Verschlagwortet mit

Gestern ist vorbei

Da guckt mich kürzlich so ein Plakat an: „Othello“ wirbt für Zuschauer. Das ist ja mal was gaaaaanz anderes. „Othello“, oh Mann.

Da komme ich ins Grübeln. Hmhmhm – das Shakespeare-Stück um den Mann der erst das Vertrauen, dann den Verstand und dann die Gattin – naja – verlor, nennen wir es so.

Im Grunde doch eine einfache Geschichte. Mann ist dauernd in der großen weiten Welt unterwegs. Sein edelstes Teil steckt er mal hier, mal da rein. Männlein, Weiblein – wen stört es. Und auf See sind sowieso alle Matrosen – Leichtmatrosen?

Zu Hause wiederum hat er dies treue Weib, das sich sogar mit Papa – und damit allen gesellschaftlich üblichen Normen und Werten – überworfen hat. Der nach solchen Fahrten immer entspannt ins Gesicht zu lächeln wird dem guten O manchmal schwer gefallen sein. Vielleicht hat er sich sogar gewünscht, dass die reine Desdemona doch etwas weniger rein wäre.

Wie auch immer. Von den – wahrscheinlich eher latenten – Selbstvorwürfen hin zu einem eilig aufgegriffenen, an den Haaren herbeigezogenen Vorwurf war es dann nur noch ein winziger Schritt. Endlich, endlich hatte er etwas in der Hand, was er mal ihr vorwerfen konnte. Was ihn dann aber unvorbereitet traf: Die rasende Eifersucht. Nun denn, der Rest ist Geschichte.

Oder: Man schließt eben immer von sich auf andere.

Aber: Warum dieser Ausflug? Weil mir beim Anblick des Plakates einfiel, dass es mal einen recht guten Film gab, der diese Geschichte in die Jetzt-Zeit transportierte: „O – Vertrauen, Verführung, Verrat“ mit Josh Hartnett als intrigantem Jago (hier Hugo genannt) und Julia Stiles als Desdemona.

Nun haben wir letztgenannte ja in der TV-Serie „Dexter“ erleben dürfen. Aber wo um alles in der Welt ist Josh Hartnett abgeblieben? Und genau das ist der Grund für diese Exkursion: Wo ist Josh Hartnett abgeblieben? Der mit 1,91 m Körpergröße übrigens gut als Jack Reacher (1,95 m– in „61 Stunden“: 1,98 m) passen würde. Sehr viel besser jedenfalls als dieser Scientologe, der ihn dann im Film verkörperte.

Aber das ist alles Schnee von gestern. Doch auch der muß geräumt werden.

In diesem Sinne:
Wir sehn uns im Kio!
Glück Auf!

Noch mal Glück gehabt

Ich weiß, es wird jetzt ein wenig holter die polter, aber ich bin ja noch so aufgeregt.

Ein neuer Held ist da!

Jetzt hat Woody Harrelson (bester Haarschnitt aller Zeiten) in meinem cineastischen Herzen doch tatsächlich Konkurrenz bekommen. Ausgerechnet sein bester Kumpel Matthew McConaughey hat ihn überholt. Grund dafür: Sein – leider viel zu kurzer – Auftritt in „The Wolf of Wall Street“. Als Mark Hanna (Interview mit dem realen M.H.) intoniert er den „Money Chant“ (hier roh, wie im Film. Wahrscheinlich wird das jetzt die neue Hymne.) Zumindest weiß der Mark Hanna im Film, wie ein Martini-Cocktail zu sein hat: Wenn schon schütteln, dann maximal drei mal (sonst lösen sich zu viel Eiskristalle und der schöne Drink wird verwässert!).

Jedenfalls kann Leonardo DiCaprio seinem Schöpfer danken, dass Hanna ruck zuck aus der Handlung raus ist. Denn: Gegen Matthew McConaughey hätte er Null, ich wiederhole: NULL, Chance. Ein derart magisch-charismatisches Talent hat es – tja, wann eigentlich? – zuletzt gegeben …. grübel ….. vielleicht Jim Morrison??? Die McConaughey-Performance sprengt alle bisher bekannten Dimensionen.

Von mir in der Vergangenheit eigentlich eher nur gering geschätzt, war Matthew McConaughey oft Held romantischer Komödien („Wie werde ich ihn los – in 10 Tagen“ u.a.) und als sexiest man alive tituliert. Von dieser einschränkenden Festlegung hat er sich indes bravourös gelöst. Seitdem spielt er zunehmend entfesselt in Filmen wie „Tropic Thunder“, „Der Mandant“ (cool, baby, einfach cool), als Stripper in „Magic Mike“ und jetzt eben in „Wolf of W.S.“. Nur gut dass der nachgerade schamanische Mime auch im TV zu sehen. Es klingt vielversprechend, was da mit „True Detective“ annonciert wird. Scheint so, als müsste ich doch tatsächlich irgendwie an einen Fernseh-Zugang kommen.

Bis es allerdings soweit kommt, dass ich mir ein Glotzkiste zulege, sehn wir uns im Kino!
Glück Auf!

Und weil das Kinojahr sooo gut begann, gibt es als Schmankerl des Tages hier noch den Link zum instrumental unterlegten – und dadurch in seiner Ausstrahlung ein wenig verwässerten – „Money Chant“.

Nur ganz kurz

„Siege machen stolz – Niederlagen stark“

Mit diesem – und anderen Onlinern – wirbt aktuell ein multinational operierendes Fitneß-Unternehmen.

Was sagt uns das?

Das sagt uns, dass wir die hierzulande so innig gehegte und gepflegte Kuschel- und Wohlfühlpädagogik dringend überdenken und schleunigst ändern müssen.

Warum?

Weil Kinder – und Erwachsene ebenso – einfach gerne stolz auf ihre Leistung sein und weil sie stark werden wollen. So einfach ist das.

Mit Konditionierungen per „heile heile Gänschen“ und „wir sind alle gleich“ und „wir wollen gar nicht gewinnen, gewinnen ist doof“ sitzen wir spätestens morgen in der Falle. Denn wie sollen solcherart gepolte Kinder jemals Freude an ihrem Tun haben geschweige denn zu Leistungsträgern werden?

Ach so, wollen wir gar nicht?! Leistung ist doooooof?! Ja dann…

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

Vom Schmetterling und vom Wolf

Kennen wir doch alle: Sie kaufen ein Buch, es ist klasse. Es wird ein Erfolg und – bingo – schon wird ein Folgewerk geschrieben und noch eins und noch eins. Dabei wird die Grundstory wässriger und wässriger bis nur noch das über bleibt: Geistige Plörre. So geschehen bei – wie hieß sie noch gleich – dieser Dings mit ihrer „liebe ich einen Vampir oder doch einen Werwolf“-Genöle über tausende Seiten.

Wie außerordentlich erfreulich, das es auch komplett anders geht.

Sehe ich doch vor kurzem in der Stadtbücherei meines Vertrauens auf dem Tisch mit den Bestsellern ein wahrlich aufdringlich gestaltetes Buch. Krasse Farbgebung in türkis und schwarz mit einem Skelett auf dem Titel und sonderbaren Gruftis auf der Rückseite. DAS ein Bestseller? Und dazu Band 7 von was auch immer?

Da war ich doch gleich wieder neugierig. Nehme das Buch in die Hand und lese die Widmung: „….. Werbeleute sind ein merkwürdiger Haufen … nur glücklich, wenn ihr das Leben eines Autors komplett bestimmen könnt ….“ Einschmeichelung sieht deutlich anders aus. Nun gut, 1. Seite des Textes, 2. Satz: „Tu es“ sagte Kitana (okay noch nichts besonderes) und weiter „…. Was gab es Schöneres als auszuprobieren wie man Leuten auf eine neue Art und Weise wehtun konnte.“

Hallooo? Was ist denn das?

Also weiterblättern, 1. Kapitel „Der Schmetterling und der Wolf“. Als ich auf der 1. Seite unten angekommen war, tja, und da hat es ein großes bling bling gemacht (die dort beschriebene Szene muß jeder selber visualisieren) und ich bin lachend direkt vom Bestseller-Tisch zur Ausleihe gegangen, habe den Bestseller-Aufschlag bezahlt, Band 7 verschlungen und mir dann umgehend die Bände 1-6 besorgt.

Superb, einfach superb.

Nun ja, ich sage es noch immer etwas irritiert aber auch begeistert: Ein Autor, der mit jedem Buch BESSER wird, den gibt es selten. Dem Iren Derek Landy jedenfalls gelingt das. Und zwar so, dass sich jede Altersklasse bestens amüsieren kann. Nun gut, wer sich lieber an todernsten tiefstschürfenden Bildungsbürgertum-Suaden ergötzt, ist hier ein klein wenig verkehrt. Denn in der Welt des ziemlich alten, ziemlich taffen, beseelten Skeletts Skulduggery Pleasant und seiner juvenilen Partnerin Stephanie alias Walküre alias Darquise geht es rund und rund … rund …. rund. Von derartig kreativer Energie kann die Eingangs erwähnte Autorin nur träumen, erreichen wird sie die nie. Man(n!) hat es oder eben nicht.

Und immer dabei: Der schier grenzenlose Einfallsreichtum Derek Landys  – nie weiß der Leser, wie sein Heldengespann aus den immer wieder neuen Fettnäpfchen und Fallen herausfinden kann. Angereichert wird das alles mit seinem fresch-frisch-strahlendem Humor. Wer will, schaut gleich mal in seinen Blog „under duress“.

Wir sehn uns im Kino!

Glück Auf!

von sspicy5 Veröffentlicht in Bücher

Liebe Liebende

Nur Liebende überleben – wie wahr, wie wahr.

In dem Vampir-Film „Only Lovers Left Alive“ (klasse Soundtrack!) geht es um ein sich innig liebendes Paar, das ganz entspannt auf zwei Kontinenten vor sich hin lebt. Zeit haben sie schließlich genug. Man kann sich auch über ein paar tausend Kilometer hinweg sehr gern haben.

Kultiviert sind die beiden: Er macht Musik, hat auch schon mal Schubert beim Komponieren ausgeholfen. Sie ist den Worten verhaftet und engstens mit einer Person befreundet, die sie hin und wieder Marlowe nennt, womit auf Shakespeare hingewiesen ist. Also auch in dessen Werk Vampir-Geist?

Beide sind sich einig, dass die Zombies (= wir) alles kaputt machen. Das könne man insbesondere daran sehen, wie mit den Wissenschaftlern umgegangen würde, z.B. mit Tesla (ich liebe es, wenn Tesla ins Spiel kommt. Er soll leben für immer!).

Einig sind sie sich auch über ihre Ernährung: Nur keine Zombies mehr direkt auslutschen, das ist so 15. Jahrhundert, schon gar niemanden, der in der Musik-Industrie arbeitet. Daher wird der Überlebenssaft direkt vom Doktor besorgt. (Werden wegen dieses Waren-Geld-Flusses permanent Blutspenden benötigt?) Die Idee hatte aber lange (1998) vor dem Filmkunst-Vampirfilm-Regisseur Jim Jarmusch die Marvel-Comic-Verfilmung um „Blade“.

Lange Rede kurzer Sinn: Die Vampire sind scheinbar auf dem Weg zum Veganertum. Oh Mann! Also wirklich: Gemüse aus den Plantagen (Massenhaltung!) wächst eigentlich und von sich aus doch nur, um sich zu reproduzieren.

Im Magen sehr sensibler Mit-Menschen zu landen, ist garantiert jenseits der Vorstellungswelt eines Blumenkohls etc. Und was die Hinwendung zu kleinen Polyestern  und –acrylen in der Kleidung betrifft wollen wir uns kurz erinnern: Die basieren auf Erdöl = Mikroorganismen tierischen Ursprungs (Naphtha).

Was nun, liebe Veganer? Was nun?

Werdet ihr jetzt zu Vampiren? Vielleicht ist Menschenblut inzwischen vielfach verseucht, aber hej, wir = die Zombies sind nicht-tierisch und nicht-pflanzlich (das arme Gemüse, was ihr nur gegen es habt). Das wäre doch mal eine originelle Option.

Wir jedenfalls sehen uns wie immer im Kino!
Glück Auf!