Feuchte Vielfalt

Neulich kamen der Bartender meines Vertrauens und ich zu einem Gedankenaustausch, der jenseits von köstlichen Cocktails und besonderen Alkoholika lag. (Oder kannten Sie bisher den Amaro Montenegro ? Da hatte ich wieder was dazu gelernt! Wirklich lecker! )

Jedenfalls hat mir der BtmV – ein Italiener – gesagt, dass er das Wetter in Deutschland sehr lieben würde. Warum das denn, um alles in der Welt? Nun, es wäre so unglaublich abwechslungsreich.

Und dann zählte er auf:

  • Aprilschauer
  • Regen
  • Güsse
  • Schauer
  • Dauerregen
  • Sommerregen
  • Platzregen
  • Nieselregen
  • Landregen
  • Wolkenbruch
  • Gewitterregen
  • Strichregen
  • Platzregen
  • Regenfall
  • Sprühregen
  • Nebelregen
  • Regenfront
  • Graupelregen
  • Hagelschauer
  • Schneeregen
  • Frühlingsregen

Und manchmal alles nacheinander, das ist dann noch viel besser. Und dann so laaaaaange. Wir haben beide sehr gelacht.
Und dennoch: Es gibt auch den Regenbogen – und der ist schön.

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

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Tränen am Hafen

Da denken wir natürlich sofort an Ideal  und ihren Song „Tränen am Hafen“.

Tatsächlich sitze ich in der Sonne, genieße einen fulminanten Hafenblick und freue mich meines Lebens.

Aber: „Niemand ist mehr treu.“ Wirklich?

Und schon stellt sie sich ein, die „Monotonie in der Südsee“. Dazu fallen mir dann „Blaue Augen“ ein.

Aber Achtung: Gefahr hoch 10! Denn: „Blaue Augen, Himmelssterne, küssen und poussieren gerne!“ wusste schon die Oma.

Das waere unter Umstaenden wirklich ein Rücksturz in die „Eiszeit“ zu überlegen.

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

Mit den Wölfen heulen

Aus aktuellem Anlass geht es weiter mit Ian Fleming und seinem Helden, Agent James Bond. Der Roman ‚Feuerball“ (1961) scheint fuer das Drama um den verschwundenen Flieger (Flug MH370) das Drehbuch geliefert zu haben.

Flieger mit wertvoller Fracht geraet ins Visier böser Buben. Diese entwickeln einen Plan, wie sie in den Besitz dieser Fracht kommen koennen – Kollateralschaeden inklusive. Der Pilot wird mit reichlich Geld und Aussichten motiviert, die Crew raffiniert eleminiert (keine Fluggaeste an Bord). Bei der Landung in flachem Gewaesser wird
a) der Flieger unter Wasser gebracht, dann mit einer den Meeresboden taeuschend echten Plane bedeckt
b) die Leichen bleiben an Bord (werden sich von allein aufloesen)
c) der Pilot wird ebenfalls elemeniert
d) die bösen Buben tarnen sich als Tauchfreunde und bergen die Fracht.

Im Buch taucht James Bond auf. Wer in der wirklichen Wirklichkeit?

Doch kurz weiter mit „Moonraker“ (1955(, bei dem zwei außergewöhnliche Textstellen helle Begeisterung ausgelöst haben.

In dem schreibt Fleming etwas über einen indischen Professor, der bei Pflanzen „Messungen ihrer Reaktion auf Schmerz“ durchgeführt hat. Bond nennt auch den Namen: Sir Jagadis Chunder Bose. Jetzt, knapp 60 Jahre später, zeigt das Orakel von Google, dass es tatsächlich diverse Infos zu Professor Bose gibt:
a) Pflanzenneurobiologie (Pflanzliche Intelligenz)
b) „Die Pflanzenschrift und ihre Offenbarungen“
c) „Seele und Leben der Pflanzen“
usw. usf. p.p.

Die zweite Offenbarung aus „Moonraker“ hängt mit netten Drinks zusammen. (Das Leben kann schön sein.)

Bond ist im Casino und geht seiner Lieblingsbeschäftigung nach: Spielen, gut Essen und noch besser Trinken. Als Aperitif will man einen Wodka trinken, einfach so. Und dann heißt es bei der Bestellung: „Einen Wolfschmidt bitte. Den echten aus Riga. Noch von vor dem Krieg.“ Wie gesagt, wir schreiben das Jahr 1955 und der Krieg – Word War II – war gerade zehn Jahre vorbei. „Vor dem Krieg“ bedeutet also, die Männerbande plant einen möglicherweise ca. 20 Jahre alten Wodka zu verköstigen.

Jetzt aber zu uns: Kennen Sie einen Wodka namens Wolfschmidt? Nö? Ich bisher auch nicht. Aber wieder das Orakel befragt und siehe da, hier ist er: Wolfschmidt Vodka.

Und damit wir wissen, wie das geht mit dem Wodka-Trinken, gibt es noch schnell eine Anleitung dazu: „How to Drink Vodka Like a Russian“.

Bei soviel Wodka und Wolf bleibt mir nur noch,
mich Florence and the Machine anzuschließen:
„Howl“.

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

Sind so schöne Augen

Da war ich also im Kino und habe mir den Agenten-Thriller „Jack Ryan: Shadow Recruit“ angesehen, basierend auf Tom Clancys Romanen.

Es ist die 5. Leinwandadaption, in der die fiktive Figur Jack Ryan auftritt. Bisher wurde sie von Alec Baldwin, zweimal Harrison Ford und dann Ben Affleck verkörpert. Seitdem ruhte der über die Maßen ergiebige Kino-Stoff.

Bis jetzt Chris Pine in die Rolle des Ausnahme-Agenten mit politischem Potential gesteckt wurde.

Machen wir es kurz: Er ist für mich die Fehlbesetzung des Jahres. So ein niedlicher Sonnyboy, der in einem Surfer-Film Furore machen würde …. und der soll Jack Ryan sein? Das ist wie die Besetzung des Jack Reacher, in den Büchern 1,96 m hoch bei etwas über 100 kg Muskel-Masse, mit Tom Cruise (angeblich 1,70 m).

Wie dem auch sei. Pine, ein netter Jungfrau-Geborener, der als Schauspieler durchaus was kann, versucht alles, um irgendwie „männlich“ rüber zu kommen. Aber wirkt das wirklich verlässlich? Belastbar? Unerschütterlich? Mit Schulter zum Anlehnen?

Da weiß wen Besseres.

Diesem Mann kann frau vertrauen: Jeremy Renner, obwohl er manchmal so traurig aussieht. Dafür hat er wunderschöne Augen … Sein vermeintliches Problem: Ist 9 Jahre älter als Chris Pine und vermutlich deswegen für die zunehmend an Juvenilität interessierten Filmproduzenten inakzeptabel. Jedoch: Er ist ein Steinbock-Geborener (im Jahr des Hundes), DER Verläßlichkeitsgarantie schlechthin. Zudem scheinen „Steinböcke“ mit den Jahren immer jünger zu werden bzw. scheint bei denen die Zeit anders abzulaufen, denken wir an Alt-Kanzler Helmut Schmidt. (Alle, die in ihrem Horoskop den Saturn und damit Gott Chronos, s.a. Kronos, an prominenter Stelle haben, dürften dieses Phänomen bei sich auch feststellen – eigentlich angenehm, das. Nur die Umwelt tut sich teils schwer damit – egal.)

Geeignet wäre auch Kit Harington (noch so ein „Steinbock“), bekannt aus – wem sage ich das? – „Game of Thrones“.

Aber: Uns hat ja wieder mal niemand gefragt. Nehmen wir die Dinge, wie sie sind. Sie dürfen so sein.

Doch gibt es in diesem „Jack Ryan“-Film ein wirkliches Highlight, ein Zitat:

„Wir häufen Reue um uns auf wie Bücher, die wir nicht gelesen haben.“ 

Und allein wegen der darin enthaltenen Poesie werde ich diesen Film dann doch in einigermaßen positiver Erinnerung behalten.

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

Wann rühren besser als schütteln ist

Da finde ich in der Stadtbücherei meines Vertrauens die gesamten neu übersetzten und heraus gegebenen Bände um und mit dem Spion mit der Doppel-O: James Bond.

Los ging es mit Band 1, „Casino Royale“ (das ist der mit der sehr effektiven, wenngleich über die Maßen schrecklichen Folterszene) und wen findet mein Auge: Das Rezept für einen Martini, den Bond bzw. sein Autor Ian Fleming dann Vesper-Martini nennt (zur Erinnerung an eine schöne Frau).

Und dank der Büchse der Pandora, genannt Internet, finden sich dann auch gleich entsprechende Informationen.

Auf der Homepage des Gin-Genusses kann ein Rezept für den legendären „Vesper Martini“ nachgelesen werden. Und für alle, die ein wenig Probleme mit Buchstaben haben, gibt es das Rezept in Form von Icons. Das kann ja nur klappen.

Und bei MMM (Medicinal Mixology Mission, ein umgedrehtes WWW) mit vielen Informationen dazu, wie gesund diverse Zutaten in Alkohol sind (wussten wir natürlich schon längst!), gibt es noch weitere spannende Infos zum Vesper-Marini.

Wohl bekomm’s und Glück Auf!

Wir sehn uns im Kino!

Gestern ist vorbei

Da guckt mich kürzlich so ein Plakat an: „Othello“ wirbt für Zuschauer. Das ist ja mal was gaaaaanz anderes. „Othello“, oh Mann.

Da komme ich ins Grübeln. Hmhmhm – das Shakespeare-Stück um den Mann der erst das Vertrauen, dann den Verstand und dann die Gattin – naja – verlor, nennen wir es so.

Im Grunde doch eine einfache Geschichte. Mann ist dauernd in der großen weiten Welt unterwegs. Sein edelstes Teil steckt er mal hier, mal da rein. Männlein, Weiblein – wen stört es. Und auf See sind sowieso alle Matrosen – Leichtmatrosen?

Zu Hause wiederum hat er dies treue Weib, das sich sogar mit Papa – und damit allen gesellschaftlich üblichen Normen und Werten – überworfen hat. Der nach solchen Fahrten immer entspannt ins Gesicht zu lächeln wird dem guten O manchmal schwer gefallen sein. Vielleicht hat er sich sogar gewünscht, dass die reine Desdemona doch etwas weniger rein wäre.

Wie auch immer. Von den – wahrscheinlich eher latenten – Selbstvorwürfen hin zu einem eilig aufgegriffenen, an den Haaren herbeigezogenen Vorwurf war es dann nur noch ein winziger Schritt. Endlich, endlich hatte er etwas in der Hand, was er mal ihr vorwerfen konnte. Was ihn dann aber unvorbereitet traf: Die rasende Eifersucht. Nun denn, der Rest ist Geschichte.

Oder: Man schließt eben immer von sich auf andere.

Aber: Warum dieser Ausflug? Weil mir beim Anblick des Plakates einfiel, dass es mal einen recht guten Film gab, der diese Geschichte in die Jetzt-Zeit transportierte: „O – Vertrauen, Verführung, Verrat“ mit Josh Hartnett als intrigantem Jago (hier Hugo genannt) und Julia Stiles als Desdemona.

Nun haben wir letztgenannte ja in der TV-Serie „Dexter“ erleben dürfen. Aber wo um alles in der Welt ist Josh Hartnett abgeblieben? Und genau das ist der Grund für diese Exkursion: Wo ist Josh Hartnett abgeblieben? Der mit 1,91 m Körpergröße übrigens gut als Jack Reacher (1,95 m– in „61 Stunden“: 1,98 m) passen würde. Sehr viel besser jedenfalls als dieser Scientologe, der ihn dann im Film verkörperte.

Aber das ist alles Schnee von gestern. Doch auch der muß geräumt werden.

In diesem Sinne:
Wir sehn uns im Kio!
Glück Auf!

Nur ganz kurz

„Siege machen stolz – Niederlagen stark“

Mit diesem – und anderen Onlinern – wirbt aktuell ein multinational operierendes Fitneß-Unternehmen.

Was sagt uns das?

Das sagt uns, dass wir die hierzulande so innig gehegte und gepflegte Kuschel- und Wohlfühlpädagogik dringend überdenken und schleunigst ändern müssen.

Warum?

Weil Kinder – und Erwachsene ebenso – einfach gerne stolz auf ihre Leistung sein und weil sie stark werden wollen. So einfach ist das.

Mit Konditionierungen per „heile heile Gänschen“ und „wir sind alle gleich“ und „wir wollen gar nicht gewinnen, gewinnen ist doof“ sitzen wir spätestens morgen in der Falle. Denn wie sollen solcherart gepolte Kinder jemals Freude an ihrem Tun haben geschweige denn zu Leistungsträgern werden?

Ach so, wollen wir gar nicht?! Leistung ist doooooof?! Ja dann…

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

Smooth Operator

Die Thüringer haben ihn. In Ilmenau kann Carl bewundert werden. Wir anderen hingegen sehen in die Röhre (nicht diese, die Vereinigung und Gestaltwerdung von Yin und Yang). Mit anderen Worten: Steve Jobs ist Gott. Hoffentlich ist er schon re-inkarniert.

Hier geht es um etwas anderes. In Ilmenau hat man den „Fachkräftemangel“ als Herausforderung verstanden. Man wurde innovativ und fragte sich: Was findet auch in der nahen Zukunft garantiert statt? Die Antwort: Alkohol-Konsum. Daraufhin wurde Carl entwickelt, der erste Bar-Tender (achten Sie auf die rote Fliege!), der gegenüber den Gefahren von König Alkohol garantiert immun ist.

Sein Arbeits-Gebiet ist seit Juni dieses Jahres die „Robots Bar & Lounge“. Entwickelt wurde der hoffentlich rostfreie Dienstleister von H&S Robots, einer Firma, die man sich merken sollte.

Sollte Sie der Weg irgendwann aus welchen Gründen auch immer mal nach Thüringen führen, machen Sie doch einen Abstecher direkt in die Zukunft, besuchen Sie die Robots Bar & Lounge 
in der Karl-Liebknecht-Straße 22,
 98693 Ilmenau. Oder muß es wirklich immer nur Bratwurst sein?

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!

Das Schöne

Was habe ich mich schon bemüht, für mich eine Definition für „Das Schöne“ zu finden. Jetzt endlich habe ich sie, allerdings auch nur als Zitat eines Zitates – und das geht so:

„….. Rudolf Steiner „Das Künstlerische in seiner Weltmission“ [1] erschien. Rudolf Steiner schreibt dort: „… das Schöne als Wort ist verwandt mit dem Scheinenden. Dasjenige, was schön ist, scheint, das heißt, trägt sein Inneres an die Oberfläche. Das ist ja das Wesen des Schönen, dass es sich nicht verbirgt, sondern dass es sein Inneres an die Oberfläche, an die äußere Gestaltung trägt. So dass Schön dasjenige ist, was sein Inneres in seiner äußeren Gestaltung zur Offenbarung bringt …“
(Elisabeth Sigmund in: Wala-Nachrichten, Ausgabe 02, Winter 2004)

Wer dieser Rudolf Steiner ist? Veganer kennen ihn: Der teils inbrünstig verehrte Begründer der Antroposophie.

Was mir zur Person Steiners völlig unbekannt war – wieder was dazu gelernt – ist dessen Haltung zu dem von mir bisher sehr geschätzten Friedrich Nietzsche: „…… Auch Nietzsches Antichrist wurde nun als Inbegriff des Satanischen betrachtet. Seine Kapitel hätten einen „oftmals so teuflischen Inhalt“, meinte Steiner und schrieb sie Ahriman zu, dem bösen Gott des Parsismus, der in seiner Interpretation der Menschenseele den Zugang zur seelisch-geistigen Welt versperren möchte, um ihr Bewusstsein mit materialistischen Versuchungen an die physische Leiblichkeit zu ketten……“ (aus Wikipedia)

Fassen wir zusammen: Das Schöne kommt von das Scheinende, d.i., das Innere nach außen = was aber nur funktionieren kann, wenn das Innere „schön“ ist ……. also wieder keine Antwort. Denn: Wenn es „innen“ hässlich (= von Haß getrieben) zugeht, kann kaum „schönes“ nach außen dringen. Also letztlich wieder keine Antwort auf die Frage: „Was ist schön?“ gefunden.

Wie soll das nur weiter gehen? Wir bleiben auf alle Fälle dran am Thema und trösten uns damit, dass jedenfalls David Beckham unwidersprochen als schön angesehen werden kann; besonders interessant ist, dass er offensichtlich auch zu jenen gehört, die wie guter Wein, Cognac oder Rum mit den Jahren immer attraktiver werden. So geht es auch Möbeln oder Bäumen, denken wir an Zedern oder Eichen. (Da kommen wir zum „Erhabenen in der Natur“ nach Kant.) Nur Frauen müssen unbedingt jung sein. Denn jung = fruchtbar = reproduktionsfähig = attraktiv.

Wir sehn uns im Kino!
Glück Auf!